Anzeige
Certificate of Advanced Studies

CAS Kindes- und Erwachsenenschutzrecht

Informationsmaterial anfordern
Lehrgang
Hochschule
192 Kontaktstunden
berufsbegleitend

Der Lehrgang

Abklären, entscheiden, beraten: Kompetenz ist die beste Basis.
Involvierte Fachleute im Kindes- und Erwachsenenschutzrecht (KESR) beschäftigen sich in ihrem Berufsalltag mit den unterschiedlichsten Themenbereichen. Im Kindesschutz stehen Themen wie Kindeswohl, Kindeswohlgefährdung, elterliche Sorge, Unterhalt, Besuchsrecht, häusliche Gewalt und Kindesschutzmassnahmen im Vordergrund. Im Erwachsenenschutz hingegen sind es Kerninhalte wie Vorsorgeauftrag, Patientenverfügung, Vertretungsrechte, Beistandschaften, fürsorgerische Unterbringung und Zwangsmassnahmen.

Hohe Anforderungen setzen entsprechende Fähigkeiten voraus.
Die vom Grundsatz der Subsidiarität und der Verhältnismässigkeit geleitete Umsetzung des KESR in die Praxis ist anspruchsvoll und tangiert alle Fachpersonen, die abklären, entscheiden, beraten oder betreuen. Der Lehrgang vermittelt die für einen wirksamen Kindes- und Erwachsenenschutz relevanten rechtlichen Kompetenzen, welche auch an den Schnittstellen zu Sozialhilfebehörden, Sozialversicherungen, Schulen, Polizei und Krankenhäusern gefordert sind.

Know-how zur professionellen Anwendung.
Teilnehmende erwerben im praxisnahen Unterricht alles Wesentliche zum KESR. Wahlpflichtkurse ermöglichen eine spezifische Vertiefung im Kindes- oder Erwachsenenschutz. Der CAS greift aktuelle gesellschaftliche Themen auf und befähigt dank hohem Praxis- und Anwendungsbezug zu erfolgreichem Handeln.

Zielpublikum und Ziele

Angesprochen sind Fachleute der Sozialen Arbeit sowie verwandter Disziplinen wie Psychologie, Pädagogik oder Recht mit Aufgaben im Kindes- und/oder Erwachsenenschutz, die ihre Handlungskompetenz erweitern und vertiefen möchten.

Die Teilnehmenden

  • erlangen fundiertes Fachwissen und professionelle Handlungskompetenz im Kindes- und Erwachsenenschutzrecht (KESR)
  • kennen das System, die Verfahrensweisen und die Handlungsprinzipien im KESR
  • reflektieren ihr bestehendes Wissen und sind in der Lage, das erworbene Wissen in ihrer Berufspraxis wirkungsvoll umzusetzen
  • sensibilisieren sich im interdisziplinären Denken und kennen die Abläufe benachbarter Fach- und Arbeitsbereiche
  • stärken durch das erworbene Wissen ihre berufliche Identität sowie ihre Motivation und festigen dadurch ihre Kompetenz im Arbeitsalltag

Ausbildungsschwerpunkte

Pflichtkurse 1

  • Grundrechte und staatliches Handeln
  • Datenschutz in der Sozialen Arbeit
  • Grundlagen des Kindesschutzrechts
  • Grundlagen des Erwachsenenschutzrechts
  • Behördenorganisation im KESR und externe Stellen
  • Amt des Beistands und Verantwortlichkeit
  • Verfahren
  • Erfahrungsbericht einer KESB
  • Kinderrechte im Kontext der Menschenrechte
  • Intervisionen zur Zertifikatsarbeit

Die Teilnehmenden wählen einen der zwei folgenden Wahlpflichtkurse:

Wahlpflichtkurs Kindesschutz

  • Massnahmen im zivilrechtlichen Kindesschutz
  • Kindesvertretung insbesondere im Verfahren vor der KESB
  • Gefährdungsmeldung versus Strafanzeige
  • Praxistag
  • Kindesschutz und häusliche Gewalt

Wahlpflichtkurs Erwachsenenschutz

  • Eigene Vorsorge: Vorsorgeauftrag und Patientenverfügung
  • Gesetzliche Vertretungsrechte
  • Beistandschaften im Erwachsenenschutz
  • Vermögensverwaltung und Zusammenarbeit Behörde – Mandatsperson
  • Fürsorgerische Unterbringung
  • Erwachsenenschutz und Menschen mit Demenz
  • Praxistag

Pflichtkurse 2

  • Umgang mit psychisch kranken Klienten
  • Kinder psychisch kranker Eltern
  • Arbeit im Zwangskontext
  • Umgang mit Gewalt
  • Qualifikation

Aufnahme und Zugangsvoraussetzungen

Vorausgesetzt wird ein abgeschlossenes Studium in Sozialer Arbeit oder einer verwandten Disziplin an einer Hochschule (bzw. deren Vorgängerinstitution). Zudem ist eine zweijährige Berufserfahrung nach Abschluss der Ausbildung erforderlich. Wer die formalen Voraussetzungen nicht erfüllt, kann im Rahmen eines Äquivalenzverfahrens aufgenommen werden.

Kosten: CHF 7'200.00

Informationsmaterial

Hier können Sie kostenloses Informations­material zu diesem Lehrgang direkt vom Bildungsanbieter ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften - Departement Soziale Arbeit anfordern. Die angegebenen Daten werden ausschließlich an diesen Bildungsanbieter übermittelt und selbstverständlich nicht an Dritte weiter gegeben.

Ich bitte um:
Datenschutzerklärung gelesen und akzeptiert

Anbieter

Die ZHAW ist eine der führenden Schweizer Hochschulen für Angewandte Wissenschaften. Sie ist in Lehre, Forschung, Weiterbildung und Dienstleistung tätig – praxisnah und wissenschaftlich fundiert. Das Departement Soziale Arbeit ist eines der acht Departemente der ZHAW und hat seinen Standort in Zürich-West auf dem Hochschulcampus Toni-Areal. Die vier Institute decken die folgenden thematischen Schwerpunkte ab: «Kindheit, Jugend und Familie», «Delinquenz und Kriminalprävention», «Community Development und Migration», «Vielfalt und gesellschaftliche Teilhabe» sowie «Sozialmanagement». Bei der Aus- und Weiterbildung wird auf eine enge Verknüpfung von Lehre und Forschung sowie eine hohe Aktualität der Inhalte gesetzt. Die Ausbildung umfasst einen generalistischen Studiengang in Sozialer Arbeit mit individueller Profilbildung auf den Studienstufen Bachelor und Master. Das Weiterbildungsangebot stärkt Fach- und Führungskräfte der Sozialen Arbeit in ihren Fach-, Methoden-, Sozial- und Selbstkompetenzen.

Kontakt

ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften - Departement Soziale Arbeit

Pfingstweidstrasse 96, Postfach 707
8037 Zürich
Schweiz

E-Mail: weiterbildung.sozialearbeit@zhaw.ch
Tel.: +41 (0) 58 934 86 36