Bachelor Feinwerktechnik und Mikrotechnik studieren 7 Bachelor-Studiengänge

Das Studium Feinwerktechnik und Mikrotechnik | Bachelor

Aufbau und Inhalt des Bachelor-Studiums Feinwerktechnik und Mikrotechnik

Komplexe Miniatursysteme und Bauteile nehmen in der industriellen Produktion einen wichtigen Platz ein. Diese ingenieurwissenschaftliche Fachrichtung bietet interdisziplinäre Inhalte an, die die Studierenden befähigen, Know-How des Maschinenbaus und der Mechanik mit Informationstechnik und Informatik, und eben auch mit der Mikrotechnik, also der Arbeit mit und an kleinsten Bauteilen auf kleinstem Raum, miteinander zu verknüpfen.

Dementsprechend baut diese Fachrichtung auf drei Säulen auf: Der mathematisch-naturwissenschaftlichen Säule (dazu zählen vor allem die Höhere Mathematik, die Technische Physik, aber auch die Informatik), der dem Maschinenbau gewidmeten, ingenieurwissenschaftlichen Säule (also die Technische Mathematik, Werkstoffwissenschaft, computergestütztes Planen und Entwerfen) sowie als dritte Säule die Grundlagen der Elektrotechnik (mit Schwerpunkt auf Mikroprozessoren, Regelungstechnik und Feingerätetechnik). Eine Verklammerung dieser Bereiche stellt die Ausbildung in Mikroproduktionstechnik dar, also Produktionsbedingungen und Fertigungsverfahren in Mikro- und Nanosystemen. Typischerweise ergeben sich während des Praktikums durch die enge Vernetzung mit der Industrie Möglichkeiten für Praktika, sofern diese nicht ohnehin Pflichtteil des Studiums sind.

Typische Lehrveranstaltungen

  • Physikalische-chemische Grundlagen
  • Elektrotechnik und Elektronik
  • Technische Mechanik
  • Mikrosystemtechnik und Mikrocomputertechnik
  • Werkstofftechnik
  • Steuerungs- und Regelungstechnik
  • Signalverarbeitung
  • Digitaltechnik
  • Mikrostrukturanalyse und Oberflächenanalytik
  • Festkörperphysik
  • Mikrofertigungstechnik und Mikrotechnologien
  • Entwurf mechatronischer Systeme

Berufsaussichten nach dem Bachelor-Studium Feinwerktechnik und Mikrotechnik

Feinwerk- und MikrotechnikerInnen werden in den Branchen der Mechatronik, bei Automobilherstellern und -zulieferern, bei Unternehmen der  Medizin-, Mess-, Steuer- und Regelungstechnik sowie der Optik, im Konsumgüterbereich, Apparatebau, aber auch im Servicebereich und der angewandten Forschung bei öffentlichen und privaten Einrichtungen beruflich tätig. Zu den primären Aufgabenfeldern von AbsolventInnen der Feinwerk- und Mikrotechnik zählt die Entwicklung, Konstruktion und Fertigung von feinwerk- und mikrotechnischen Produkten und Produktkomponenten. Darüber hinaus übernehmen IngenieurInnen der Feinwerk- und Mikrotechnik auch Aufgaben des Service und des Vertriebs. Ferner werden Feinwerk- und MikrotechnikerInnen in der Abteilungs- und Unternehmensleitung, als Selbstständige und bei Ingenieurbüros beruflich tätig.

Ist das Bachelor-Studium Feinwerktechnik und Mikrotechnik das Richtige für mich?

Jedes Studium stellt spezielle Anforderung an die Studierenden. Für das Feinwerktechnik und Mikrotechnik- Studium (Berufsfeld gemäß RIASEC-Modell) sind Realistische Orientierung, Konventionelle Orientierung und Investigative Orientierung (auch: forschend, intellektuell) von Bedeutung. Mit Studienwahltest & StudienwahlBOX kannst du überprüfen, ob dieses Studium zu dir passt.

Als besonders wichtig gilt dabei die Realistische Orientierung. Personen dieses Typs sind praktisch und technisch veranlagt. Sie bevorzugen Tätigkeiten, in denen körperliche Kraft, Geschicklichkeit sowie Koordination eine Rolle spielen. Dazu zählt der Umgang mit Maschinen und Werkzeugen, aber auch mit Tieren, wie etwa im landwirtschaftlichen Bereich. Sie mögen konkrete Aufgaben, bei denen nachweisbare Ergebnisse erzielt werden können. Auf der anderen Seite gehen sie sozialen Herausforderungen eher aus dem Weg und versuchen die Zusammenarbeit mit Menschen mit anderen Ansichten so gut wie möglich zu vermeiden. Realistische Personen sind in ihrer Wertehaltung traditionell orientiert und schätzen daher handfeste und konkrete persönliche Eigenschaften.

Ebenso wichtig ist die Konventionelle Orientierung. Ein strukturierter, ordnender Umgang mit Daten jeglicher Art gefällt Menschen mit konventioneller Orientierung am Besten. Sie bevorzugen Tätigkeiten, wie Zuordnen, Aufzeichnen, Vervielfältigen oder Archivieren. Künstlerische, nicht klar strukturierte oder offene Aufgaben hingegen lehnen sie ab. Sie verfügen daher meist über rechnerische oder geschäftliche Kompetenzen. Beruflich und Privat sind diese Menschen traditionell orientiert und sind einem hohen ökonomischen und sozialen Status nicht abgeneigt.

Und auch die Investigative Orientierung (auch: forschend, intellektuell) spielt für dieses Studium eine Rolle. Personen dieses Typs versuchen Probleme erforschend und auf intellektueller Ebene zu lösen. Analytisch und methodisch exakt vorgehend, ist ihnen dabei wichtig, dass sie die jeweiligen Zusammenhänge verstehen. Soziale Kontakte sind ihnen nicht allzu wichtig. Die Suche nach schwierigen  Fragestellungen bedeutet ihnen mehr, als Führungsaufgaben zu übernehmen. Auch mögen sie keine Tätigkeiten, die sich wiederholen. Menschen mit dieser Orientierung sind unkonventionell orientiert und bevorzugen Persönlichkeitsmerkmale, die logisch, intellektuell und ehrgeizig ausgerichtet sind.

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