Bachelor Geoökologie studieren 6 Bachelor-Studiengänge

Das Studium Geoökologie | Bachelor

Aufbau und Inhalt des Bachelor-Studiums Geoökologie

Studierende erlernen grundsätzlich die Kompetenzen zur selbstständigen Analyse von Ökosystemen und zur Identifikation kritischer Zusammenhänge und Problemstellungen. Sie werden auch befähigt, wissenschaftlich begründete Lösungsvorschläge zu erarbeiten, zu planen und in Zusammenarbeit umzusetzen. Die Vielschichtigkeit des Faches wird bereits in der Studieneingangsphase sichtbar: Hier geht es um sehr viel Mathematik und Physik, um (An-)Organische Chemie, um Klimawissenschaften (einschließlich der Meteorologie) und um Geowissenschaften. Ergänzend kommen später Inhalte der Biologie, der Hydrologie (Wissenschaft vom Wasser), der Bodenkunde und vor allem auch der Geoinformationssysteme und der Datenauswertung und –analyse hinzu. Dazu gehören auch Kompetenzen im Bereich der Geofernerkundung, z.B. per Satellit.

Darauf aufbauend werden die Grundlagen der Biologie und der Ökologie erarbeitet. Neben der Atmosphärenforschung geht es im fortgeschrittenen Studium auch um landwirtschaftlich höchst relevante Kompetenzen in den Bereichen der Bodenkunde, der Umweltgeochemie und vor allem der Ökotoxikologie (Erforschung von Giftstoffen im Umweltkreislauf). Dazu gehören auch die Biochemie und die Mikrobiologie. Häufig werden auch Grundlagen des Umweltrechts und des Naturschutzes erarbeitet. Dazu zählen in erster Linie der Gewässerschutz und der Bodenschutz. Meist sind Geländeübungen und Betriebspraktika vorgesehen.

Typische Lehrveranstaltungen

  • Einführung in die Geoökologie
  • Grundlagen der Physik, Chemie und Biologie
  • Bodenkunde und Geoökologie
  • Mathematik für Naturwissenschaftler
  • Ökologie und Biodiversität
  • Klimatologie und Ökosysteme der Erde
  • Bodenkunde und Geomorphologie
  • Dynamik der Erde
  • Hydrologie
  • Geoinformationssysteme
  • Boden- und Gewässerschutz
  • Umeltanalytik und Umweltrecht

Berufsaussichten nach dem Bachelor-Studium Geoökologie

AbsolventInnen des Studiums Geoökologie finden in erster Linie im Bereich des Umweltschutzes eine berufliche Perspektive. Dabei können hier staatliche Behörden, Ämter, Naturschutzverbände, Geoingenieur- und Planungsbüros potenzielle Arbeitgeber in diesem Bereich sein. Daneben finden GeoökologInnen auch im Bereich der Sanierung und Projektierung von umweltbezogenen Unternehmungen Beschäftigungsmöglichkeiten. Darüber hinaus sind auch Banken, Versicherungen, Wirtschaftsverbände, Planungsstellen, internationale Organisationen, die im Bereich Umwelt und Klima arbeiten, die Politikberatung, das Consulting, der Fachjournalismus sowie die Öffentlichkeitsarbeit potenzielle Betätigungsfelder. Nicht zuletzt werden AbsolventInnen der Geoökologie, meist nach anschließendem postgradualen Studium sowie einer Promotion, auch in Forschung und Lehre an Fachhochschulen, Universitäten sowie öffentlichen und privaten Forschungseinrichtungen tätig.

Ist das Bachelor-Studium Geoökologie das Richtige für mich?

Jedes Studium stellt spezielle Anforderung an die Studierenden. Für das Geoökologie- Studium (Berufsfeld gemäß RIASEC-Modell) sind Investigative Orientierung (auch: forschend, intellektuell), Konventionelle Orientierung und Realistische Orientierung von Bedeutung. Mit Studienwahltest & StudienwahlBOX kannst du überprüfen, ob dieses Studium zu dir passt.

Als besonders wichtig gilt dabei die Investigative Orientierung (auch: forschend, intellektuell). Personen dieses Typs versuchen Probleme erforschend und auf intellektueller Ebene zu lösen. Analytisch und methodisch exakt vorgehend, ist ihnen dabei wichtig, dass sie die jeweiligen Zusammenhänge verstehen. Soziale Kontakte sind ihnen nicht allzu wichtig. Die Suche nach schwierigen  Fragestellungen bedeutet ihnen mehr, als Führungsaufgaben zu übernehmen. Auch mögen sie keine Tätigkeiten, die sich wiederholen. Menschen mit dieser Orientierung sind unkonventionell orientiert und bevorzugen Persönlichkeitsmerkmale, die logisch, intellektuell und ehrgeizig ausgerichtet sind.

Ebenso wichtig ist die Konventionelle Orientierung. Ein strukturierter, ordnender Umgang mit Daten jeglicher Art gefällt Menschen mit konventioneller Orientierung am Besten. Sie bevorzugen Tätigkeiten, wie Zuordnen, Aufzeichnen, Vervielfältigen oder Archivieren. Künstlerische, nicht klar strukturierte oder offene Aufgaben hingegen lehnen sie ab. Sie verfügen daher meist über rechnerische oder geschäftliche Kompetenzen. Beruflich und Privat sind diese Menschen traditionell orientiert und sind einem hohen ökonomischen und sozialen Status nicht abgeneigt.

Und auch die Realistische Orientierung spielt für dieses Studium eine Rolle. Personen dieses Typs sind praktisch und technisch veranlagt. Sie bevorzugen Tätigkeiten, in denen körperliche Kraft, Geschicklichkeit sowie Koordination eine Rolle spielen. Dazu zählt der Umgang mit Maschinen und Werkzeugen, aber auch mit Tieren, wie etwa im landwirtschaftlichen Bereich. Sie mögen konkrete Aufgaben, bei denen nachweisbare Ergebnisse erzielt werden können. Auf der anderen Seite gehen sie sozialen Herausforderungen eher aus dem Weg und versuchen die Zusammenarbeit mit Menschen mit anderen Ansichten so gut wie möglich zu vermeiden. Realistische Personen sind in ihrer Wertehaltung traditionell orientiert und schätzen daher handfeste und konkrete persönliche Eigenschaften.

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