Bachelor Ozeanographie studieren 2 Bachelor-Studiengänge

Das Studium Ozeanographie | Bachelor

Aufbau und Inhalt des Bachelor-Studiums Ozeanographie

Neben einer Einführung in die Geophysik beinhaltet die Studieneingangsphase auch die Grundlagen der Mathematik und der Physik, wie z.B. der Kinematik, der Dynamik, der Gravitation, der Wärmelehre oder auch der Wellenlehre. Dem folgt ein Überblick der Ozeanographie, ihrer Entwicklung, Geschichte und der wichtigsten Theoreme und Methoden. Dazu kommen die Elektrizitätslehre, die Optik und schließlich noch mehr Physik in Form der Fluiddynamik und der Angewandten Geophysik (also alle praxisbezogenen Verfahren dieses Faches). Studierende lernen später auch die informationswissenschaftlichen Methoden und Instrumente der Ozeanographie kennen, mit besonderem Augenmerk auf Programmieren und Datenverarbeitung.

Sie erwerben auch Kompetenzen im wissenschaftlichen Arbeiten und lernen, die spezifischen ozeanographischen Messmethoden und die Fernerkundung zu verstehen, zu planen und auch selbst einzusetzen. Spezielle Zugänge beschäftigen sich mit dem Einsatz von Satellitentechnologie zur Beantwortung ozeanographischer Fragestellungen. Die Studierenden beschäftigen sich ebenso mit der Seismologie, dem Einsatz von Geoinformationssystemen und komplexen mathematischen Modellierungen und Simulationen in der Ozeanographie. In dieser Fachrichtung sind mehrwöchige Praktika üblich.

Typische Lehrveranstaltungen

  • Einführung in die Geophysik
  • Mathematische und physikalische Grundlagen
  • Messmethoden und Fernerkundung
  • Regionale Ozeanographie
  • Geschichte der Ozeanographie
  • Ökosystemmodellierung
  • Fluiddynamik
  • Küsten- und Schelfmeer
  • Wellen und Turbulenz
  • Dynamische Ozeanographie
  • Gezeiten
  • Klima

Berufsaussichten nach dem Bachelor-Studium Ozeanographie

AbsolventInnen des Studiums Ozeanographie werden beruflich vor allem im Küstenmanagement, Wassermanagement, Küstenschutz und Monitoring von Sedimentbewegungen tätig. Außerdem beteiligen sich OzeanographInnen an der Suche nach Öl-, Gas-, Erz- und Baustoff-Lagerstätten in marinen Gebieten und arbeiten in der Seeschifffahrt und Hydrographie, in Wasser- und Schifffahrtsdirektionen, bei Wetterdiensten, bei Geoinformationsdiensten, in Raumfahrtagenturen, bei Umweltämtern, in der Offshoreindustrie, bei Reedereien sowie Energieversorgern. Ferner werden AbsolventInnen der Ozeanographie auch in der Planung und Begutachtung von marinen Bauprojekten wie Häfen oder Windkraftanlagen auf offener See, in der Öffentlichkeitsarbeit, in der Wissenschaftspublizistik, in Museen sowie im Wissenschaftsmanagement tätig. Nicht zuletzt steht OzeanographInnen, meist nach einem anschließenden postgradualen Studium sowie einer Promotion, auch der Weg in die Forschung und Lehre offen.

Ist das Bachelor-Studium Ozeanographie das Richtige für mich?

Jedes Studium stellt spezielle Anforderung an die Studierenden. Für das Ozeanographie- Studium (Berufsfeld gemäß RIASEC-Modell) sind Investigative Orientierung (auch: forschend, intellektuell), Konventionelle Orientierung und Realistische Orientierung von Bedeutung. Mit Studienwahltest & StudienwahlBOX kannst du überprüfen, ob dieses Studium zu dir passt.

Als besonders wichtig gilt dabei die Investigative Orientierung (auch: forschend, intellektuell). Personen dieses Typs versuchen Probleme erforschend und auf intellektueller Ebene zu lösen. Analytisch und methodisch exakt vorgehend, ist ihnen dabei wichtig, dass sie die jeweiligen Zusammenhänge verstehen. Soziale Kontakte sind ihnen nicht allzu wichtig. Die Suche nach schwierigen  Fragestellungen bedeutet ihnen mehr, als Führungsaufgaben zu übernehmen. Auch mögen sie keine Tätigkeiten, die sich wiederholen. Menschen mit dieser Orientierung sind unkonventionell orientiert und bevorzugen Persönlichkeitsmerkmale, die logisch, intellektuell und ehrgeizig ausgerichtet sind.

Ebenso wichtig ist die Konventionelle Orientierung. Ein strukturierter, ordnender Umgang mit Daten jeglicher Art gefällt Menschen mit konventioneller Orientierung am Besten. Sie bevorzugen Tätigkeiten, wie Zuordnen, Aufzeichnen, Vervielfältigen oder Archivieren. Künstlerische, nicht klar strukturierte oder offene Aufgaben hingegen lehnen sie ab. Sie verfügen daher meist über rechnerische oder geschäftliche Kompetenzen. Beruflich und Privat sind diese Menschen traditionell orientiert und sind einem hohen ökonomischen und sozialen Status nicht abgeneigt.

Und auch die Realistische Orientierung spielt für dieses Studium eine Rolle. Personen dieses Typs sind praktisch und technisch veranlagt. Sie bevorzugen Tätigkeiten, in denen körperliche Kraft, Geschicklichkeit sowie Koordination eine Rolle spielen. Dazu zählt der Umgang mit Maschinen und Werkzeugen, aber auch mit Tieren, wie etwa im landwirtschaftlichen Bereich. Sie mögen konkrete Aufgaben, bei denen nachweisbare Ergebnisse erzielt werden können. Auf der anderen Seite gehen sie sozialen Herausforderungen eher aus dem Weg und versuchen die Zusammenarbeit mit Menschen mit anderen Ansichten so gut wie möglich zu vermeiden. Realistische Personen sind in ihrer Wertehaltung traditionell orientiert und schätzen daher handfeste und konkrete persönliche Eigenschaften.

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