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Das Studium Sicherheitstechnik | Bachelor

Aufbau und Inhalt des Bachelor-Studiums Sicherheitstechnik

Da Sicherheit immer eine mehrdimensionale Aufgabe ist, vermittelt die Sicherheitstechnik breites interdisziplinäres Know-How. Dies beginnt schon im Grundstudium mit einer Einführung in die relevanten naturwissenschaftlichen Aspekte. Dazu gehören Mathematik sowie chemische und physikalische Prinzipien im Umgang mit Gefahrenstoffen und der Gefahrenabwehr. Auch die Technische Mechanik, Strömungslehre und Verfahrenstechnik gehören dazu. Die Studierenden setzen sich außerdem mit den verschiedenen Konzepten von Sicherheit (z.B. Safety oder Security) auseinander, erlernen Grundtechniken des wissenschaftlichen Arbeitens und arbeiten sich in die technische Materie des Faches ein, vor allem in die Elektrotechnik. Im Grundstudium wird auch Informatik gelehrt (v.a. Programmieren, Rechnerarchitekturen und Betriebssysteme).

In der Aufbauphase des Studiums finden unterschiedliche Schwerpunktsetzungen statt, wie z.B. Brandschutz (einschließlich präventiver baulicher Maßnahmen), Arbeitssicherheit oder Risikomanagement. Auch psychologische Kompetenzen und Aspekte der Risiko- und Krisenkommunikation werden vermittelt. Studierende lernen Führungs- und Managementaufgaben zu übernehmen und für Notfälle zu planen. Es werden auch Lerninhalte zu den rechtlichen Aspekten von Prävention und Krisenmanagement angeboten. Ein besonders wichtiges Feld stellt die Informationssicherheit dar. Üblich sind Industriepraktika und praktische Projektarbeiten.

Typische Lehrveranstaltungen

  • Brandschutz und Umweltmanagement
  • Einbruchs- und Objektschutz
  • Risikowahrnehmung und Heuristik
  • Sicherheitsmanagement: Grundlagen und Systeme
  • Technische mechanische Risken
  • Netzwerk Sicherheitskomponenten
  • Grundlagen Zuverlässigkeitstechnik
  • Eingebettete Systeme für die Sicherheitstechnik
  • Risikoanalyse und Risikomanagement
  • Gefahrenlehre
  • Qualitätsmanagementsystem
  • Security Management: Branchenspezifische Anforderungen

Berufsaussichten nach dem Bachelor-Studium Sicherheitstechnik

AbsolventInnen des Studiums Sicherheitstechnik sind als ausgewiesene ExpertInnen für Sicherheit in technischer, betrieblicher, privater und informationeller Hinsicht in unterschiedlichen Branchen beruflich tätig. Beispielsweise arbeiten Sicherheitstechniker-Innen in Werkfeuerwehren, Berufsfeuerwehren, freiwilligen Feuerwehren, Fachbehörden, bei der Polizei, bei Versicherungen, im Bauwesen, in der Baustoffindustrie, in produzierenden Unternehmen für Brandschutz- und Sicherheitsanlagen, Planungsbüros, Unternehmen der Wohnungswirtschaft oder bei IT-Consultingunternehmen der Informationssicherheit. Zu den Aufgabengebieten gehören in erster Linie die Beratung und Schulung sowie die Planung, der Entwurf und die Konzeption von Sicherheitssystemen. Darüber hinaus stellt auch das Gutachterwesen ein wichtiges Beschäftigungsfeld dar. Neben einer Anstellung steht SicherheitstechnikerInnen auch die Selbstständigkeit offen.

Ist das Bachelor-Studium Sicherheitstechnik das Richtige für mich?

Jedes Studium stellt spezielle Anforderung an die Studierenden. Für das Sicherheitstechnik- Studium (Berufsfeld gemäß RIASEC-Modell) sind Realistische Orientierung, Konventionelle Orientierung und Investigative Orientierung (auch: forschend, intellektuell) von Bedeutung. Mit Studienwahltest & StudienwahlBOX kannst du überprüfen, ob dieses Studium zu dir passt.

Als besonders wichtig gilt dabei die Realistische Orientierung. Personen dieses Typs sind praktisch und technisch veranlagt. Sie bevorzugen Tätigkeiten, in denen körperliche Kraft, Geschicklichkeit sowie Koordination eine Rolle spielen. Dazu zählt der Umgang mit Maschinen und Werkzeugen, aber auch mit Tieren, wie etwa im landwirtschaftlichen Bereich. Sie mögen konkrete Aufgaben, bei denen nachweisbare Ergebnisse erzielt werden können. Auf der anderen Seite gehen sie sozialen Herausforderungen eher aus dem Weg und versuchen die Zusammenarbeit mit Menschen mit anderen Ansichten so gut wie möglich zu vermeiden. Realistische Personen sind in ihrer Wertehaltung traditionell orientiert und schätzen daher handfeste und konkrete persönliche Eigenschaften.

Ebenso wichtig ist die Konventionelle Orientierung. Ein strukturierter, ordnender Umgang mit Daten jeglicher Art gefällt Menschen mit konventioneller Orientierung am Besten. Sie bevorzugen Tätigkeiten, wie Zuordnen, Aufzeichnen, Vervielfältigen oder Archivieren. Künstlerische, nicht klar strukturierte oder offene Aufgaben hingegen lehnen sie ab. Sie verfügen daher meist über rechnerische oder geschäftliche Kompetenzen. Beruflich und Privat sind diese Menschen traditionell orientiert und sind einem hohen ökonomischen und sozialen Status nicht abgeneigt.

Und auch die Investigative Orientierung (auch: forschend, intellektuell) spielt für dieses Studium eine Rolle. Personen dieses Typs versuchen Probleme erforschend und auf intellektueller Ebene zu lösen. Analytisch und methodisch exakt vorgehend, ist ihnen dabei wichtig, dass sie die jeweiligen Zusammenhänge verstehen. Soziale Kontakte sind ihnen nicht allzu wichtig. Die Suche nach schwierigen  Fragestellungen bedeutet ihnen mehr, als Führungsaufgaben zu übernehmen. Auch mögen sie keine Tätigkeiten, die sich wiederholen. Menschen mit dieser Orientierung sind unkonventionell orientiert und bevorzugen Persönlichkeitsmerkmale, die logisch, intellektuell und ehrgeizig ausgerichtet sind.

15 Hochschulen mit 20 Bachelor-Studiengängen

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Duale Hochschule Baden-Württemberg - Karlsruhe Sicherheitswesen (Safety, Health and Environment) Karlsruhe, Baden-Württemberg
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