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Das Studium Theaterwissenschaft | Bachelor

Aufbau und Inhalt des Bachelor-Studiums Theaterwissenschaft

Am Studienbeginn stehen der Fachüberblick der wichtigsten Theorien und Methoden sowie die Vermittlung der grundlegenden wissenschaftlichen Arbeitstechniken auf dem Programm. Die Studierenden machen sich mit Theorie, Praxis und Geschichte von Oper, Sprech- und Bewegungstheater und vor allem mit den Prinzipien der Dramaturgie vertraut. In darauf aufbauenden Modulen befassen sich die Studierenden mit zeitgenössischen und historischen Praxen der Inszenierung. Sie lernen, diese zu analysieren und im gesamtgesellschaftlichen Kontext (z.B. politische oder sozialgeschichtliche Bezüge) zu verorten. Sie setzen sich mit den Kräften und den Bausteinen auseinander, die das szenische Ereignis zum Leben erwecken.

Später folgen Schwerpunkte der Theater-, Film- und Medientheorie. Es geht dabei v.a. um die Analyse aktueller und historischer Standpunkte zur Frage, wie Inszenierungen (in Theater, Film und Medien) funktionieren und welcher gesellschaftliche Stellenwert ihnen zukommen sollte. Dies erfordert intensive Lektüre: Die Quellen reichen von den großen antiken griechischen Autoren über Bertolt Brecht bis zu Texten über Medientheorien der Gegenwart. Die Studierenden lernen außerdem die Techniken der Inszenierungen (historische wie zeitgenössische) kennen und werden befähigt, Filme oder Aufführungen zu analysieren. Teilweise sind Praktika vorgesehen.

Typische Lehrveranstaltungen

  • Theaterwissenschaft und Theatergeschichte
  • Gegenwartstheater
  • Theatralität von Kultur
  • Theorie und Ästhetik des Theaters
  • Werk- und Aufführungsanalyse
  • Audiovisuelle Darstellungsformen
  • Theater und Gesellschaft
  • Theatrale und mediale Inszenierungsformen
  • Filmanalyse und Medienanalyse
  • Körper, Inszenierung und Interaktion
  • Ordnungen des Erzählens
  • Theatrale und mediale Räume

Berufsaussichten nach dem Bachelor-Studium Theaterwissenschaft

AbsolventInnen des Studiums Theaterwissenschaft werden beruflich beispielsweise im Kunst- und Kulturmanagement im Bereich Theater, Film, Fernsehen, Rundfunk, Presse oder in anderen kulturellen Einrichtungen tätig. Daneben bestehen auch Berufsmöglichkeiten als KuratorInnen, im Eventmanagement, in der städtischen und staatlichen Kulturverwaltung, in der Öffentlichkeitsarbeit, im Archiv-, Bibliotheks-, Dokumentationswesen sowie in Museen. Darüber hinaus gilt auch die künstlerische Tätigkeit am Theater, in der Film- und Fernsehbranche oder in weiteren darstellenden Medien als potenzielle berufliche Perspektive. So arbeiten TheaterwissenschaftlerInnen als RegisseurInnen, als DramaturgInnen, als IntendantInnen oder in weiteren künstlerischen Leitungspositionen. Nicht zuletzt bestehen, meist nach einem anschließenden postgradualen Studium sowie einer Promotion, auch Beschäftigungsmöglichkeiten in Forschung und Lehre an Universitäten sowie öffentlichen und privaten Forschungseinrichtungen.

Ist das Bachelor-Studium Theaterwissenschaft das Richtige für mich?

Jedes Studium stellt spezielle Anforderung an die Studierenden. Für das Theaterwissenschaft- Studium (Berufsfeld gemäß RIASEC-Modell) sind Investigative Orientierung (auch: forschend, intellektuell), Soziale Orientierung und Künstlerische Orientierung von Bedeutung. Mit Studienwahltest & StudienwahlBOX kannst du überprüfen, ob dieses Studium zu dir passt.

Als besonders wichtig gilt dabei die Investigative Orientierung (auch: forschend, intellektuell). Personen dieses Typs versuchen Probleme erforschend und auf intellektueller Ebene zu lösen. Analytisch und methodisch exakt vorgehend, ist ihnen dabei wichtig, dass sie die jeweiligen Zusammenhänge verstehen. Soziale Kontakte sind ihnen nicht allzu wichtig. Die Suche nach schwierigen  Fragestellungen bedeutet ihnen mehr, als Führungsaufgaben zu übernehmen. Auch mögen sie keine Tätigkeiten, die sich wiederholen. Menschen mit dieser Orientierung sind unkonventionell orientiert und bevorzugen Persönlichkeitsmerkmale, die logisch, intellektuell und ehrgeizig ausgerichtet sind.

Ebenso wichtig ist die Soziale Orientierung. Eine hohe soziale Verantwortung und der Drang nach Beachtung und sozialem Austausch zeichnen Menschen mit dieser Orientierung aus. Die Bewältigung von Aufgaben und Problemstellungen geschieht bei ihnen eher emotional und durch soziale Aktivität als rational oder intellektuell. Die Beschäftigung mit technischen oder wissenschaftlichen Belangen ist ihnen zuwider - was sich unter anderem in der der tendenziellen Abneigung gegenüber der Benutzung von Maschinen oder Werkzeugen ausdrückt. Gute verbale und soziale Befähigungen gehen bei diesen Menschen einher mit einem hohen ethischen Anspruch gegenüber sich und ihrer Umwelt.

Und auch die Künstlerische Orientierung spielt für dieses Studium eine Rolle. Menschen mit diesen Eigenschaften bevorzugen Tätigkeiten, die keinem strikten Schema folgen, nicht eindeutig und offen im Ergebnis sind. Mit sprachlicher, musikalischer, bildender oder körperlicher Kreativität schaffen sie Kunstwerke bzw. Produkte oder künstlerische Selbstdarstellungen. Die ästhetische Erfahrung und Herausforderung sind diesen Menschen wichtig, wobei sie komplex strukturierte Probleme und Aufgaben meist ablehnen.

16 Hochschulen mit 19 Bachelor-Studiengängen

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Hochschule für Musik und Theater München Historische Aufführungspraxis München, Bayern
Studiengang 1/2
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Johannes Gutenberg-Universität Mainz Kultur - Theater - Film Mainz, Rheinland Pfalz
Studiengang 1/2
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