Bachelor Wasserbau studieren 10 Bachelor-Studiengänge

Das Studium Wasserbau | Bachelor

Aufbau und Inhalt des Bachelor-Studiums Wasserbau

Diese Fachrichtung kombiniert typischerweise mehrere Disziplinen. Dazu zählen Naturwissenschaften, Technik, Recht, aber auch Management und Ökologie. So gilt es zu Beginn des Studiums Grundlagen der Chemie (vor allem Wasserchemie und ihr Methodenrepertoire), der Physik, der Biologie, der Gewässer- und Tierkunde zu erlernen. Auch mathematische Kompetenzen werden vermittelt. Dies wird ergänzt um Elemente der Humangeographie (der Untersuchung der Wechselwirkung zwischen Mensch und Umwelt). Außerdem erlernen Studierende neben den Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens das statistische, informationswissenschaftliche und fremdsprachliche Rüstzeug für ihr weiteres Studium – dazu zählen auch Kommunikations- und Präsentationstechniken.

In der Hauptphase des Studiums geht es um die praxisbezogenen Anwendungsfälle von Wasserbau, aber auch um die technisch-bauwissenschaftliche Vertiefung. Dazu zählen etwa die Agrarwirtschaft, Anlagenplanung und –betrieb, Landschaftsplanung und Naturraumgestaltung, die Ingenieurhydrologie, Wasserkraft und Energiewirtschaft, umweltrechtliche Aspekte sowie die Arbeit mit geographischen Informationssystemen (GIS) und Datenbanken. Weitere technische Inhalte umfassen die Bautechnik, Mess- und Regelungstechnik, sowie die Prozesssimulation und technologisches Know-How im Wasserbau. Üblich sind Praxiszeiten bei Unternehmen oder Behörden sowie Projektarbeiten.

Typische Lehrveranstaltungen

  • Geologie und Bodenkunde
  • Mathematik und Physik
  • Wasserbau und Landschaftsökologie
  • Hydrologie und Gewässerökologie
  • Wassergewinnung und -verteilung
  • Wasseraufbereitung
  • Gewässerschutz
  • Abwassertechnik
  • Flussbau und Hochwasserschutz
  • Siedlungswasserwirtschaft
  • Verfahrenstechnik und Wasserversorgung
  • Wasserkraft und Energiewirtschaft

Berufsaussichten nach dem Bachelor-Studium Wasserbau

AbsolventInnen des Studiums Wasserbau werden beruflich in erster Linie in Betrieben und Unternehmen der Trinkwasserversorgung, der Meerwasserentsalzung sowie der Abwasserreinigung und -entsorgung tätig. Daneben bestehen auch Beschäftigungsmöglichkeiten im Betrieb, in der Überwachung und in der Instandhaltung von Brauchwassersystemen bei Energieversorgern, der Lebensmittelindustrie, der Pharmaindustrie, der Halbleiterindustrie sowie der Automobilindustrie. WasserbauingenieurInnen arbeiten auch bei Überwachungsbehörden, Laboratorien und mikrobiologischen Wasserlabors. Ferner stehen IngenieurInnen des Wasserbaus auch Betätigungsmöglichkeiten bei staatlichen und nichtstaatlichen Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit und Katastrophenhilfe sowie bei Consultingunternehmen offen. Darüber hinaus werden AbsolventInnen des Studiums Wasserbau, meist nach einem anschließenden postgradualen Studium sowie einer Promotion, auch in Forschung und Lehre an Fachhochschulen, Universitäten sowie öffentlichen und privaten Forschungseinrichtungen tätig.

Ist das Bachelor-Studium Wasserbau das Richtige für mich?

Jedes Studium stellt spezielle Anforderung an die Studierenden. Für das Wasserbau- Studium (Berufsfeld gemäß RIASEC-Modell) sind Realistische Orientierung, Konventionelle Orientierung und Investigative Orientierung (auch: forschend, intellektuell) von Bedeutung. Mit Studienwahltest & StudienwahlBOX kannst du überprüfen, ob dieses Studium zu dir passt.

Als besonders wichtig gilt dabei die Realistische Orientierung. Personen dieses Typs sind praktisch und technisch veranlagt. Sie bevorzugen Tätigkeiten, in denen körperliche Kraft, Geschicklichkeit sowie Koordination eine Rolle spielen. Dazu zählt der Umgang mit Maschinen und Werkzeugen, aber auch mit Tieren, wie etwa im landwirtschaftlichen Bereich. Sie mögen konkrete Aufgaben, bei denen nachweisbare Ergebnisse erzielt werden können. Auf der anderen Seite gehen sie sozialen Herausforderungen eher aus dem Weg und versuchen die Zusammenarbeit mit Menschen mit anderen Ansichten so gut wie möglich zu vermeiden. Realistische Personen sind in ihrer Wertehaltung traditionell orientiert und schätzen daher handfeste und konkrete persönliche Eigenschaften.

Ebenso wichtig ist die Konventionelle Orientierung. Ein strukturierter, ordnender Umgang mit Daten jeglicher Art gefällt Menschen mit konventioneller Orientierung am Besten. Sie bevorzugen Tätigkeiten, wie Zuordnen, Aufzeichnen, Vervielfältigen oder Archivieren. Künstlerische, nicht klar strukturierte oder offene Aufgaben hingegen lehnen sie ab. Sie verfügen daher meist über rechnerische oder geschäftliche Kompetenzen. Beruflich und Privat sind diese Menschen traditionell orientiert und sind einem hohen ökonomischen und sozialen Status nicht abgeneigt.

Und auch die Investigative Orientierung (auch: forschend, intellektuell) spielt für dieses Studium eine Rolle. Personen dieses Typs versuchen Probleme erforschend und auf intellektueller Ebene zu lösen. Analytisch und methodisch exakt vorgehend, ist ihnen dabei wichtig, dass sie die jeweiligen Zusammenhänge verstehen. Soziale Kontakte sind ihnen nicht allzu wichtig. Die Suche nach schwierigen  Fragestellungen bedeutet ihnen mehr, als Führungsaufgaben zu übernehmen. Auch mögen sie keine Tätigkeiten, die sich wiederholen. Menschen mit dieser Orientierung sind unkonventionell orientiert und bevorzugen Persönlichkeitsmerkmale, die logisch, intellektuell und ehrgeizig ausgerichtet sind.

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