Fotograf/in werden

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„Fotografen und Fotografinnen beschäftigen sich mit der Gestaltung von Bildern – mit einer Kamera werden unter anderem Fotos von Personen, Ereignissen oder der Natur gemacht.“

Wie werde ich Fotograf/in?

Zum Beruf des Fotografen bzw. der Fotografin, für den es diverse Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten gibt, gehören Fähigkeiten aus den unterschiedlichsten Bereichen, die man beherrschen sollte, um erfolgreich und vor allem professionell zu sein. An sich stehen viele Ausbildungsplätze bei der Suche nach der für dich geeigneten Ausbildung zur freien Auswahl, da man auch als Quereinsteiger/in oder ohne Hochschulreife Fotograf/in werden kann. Doch ist dies kein reiner Ausbildungsberuf.

Fotografen-Ausbildung oder Studium?

Es gibt zwar die Möglichkeit eine berufliche Ausbildung zum/zur Fotograf/in in Fotostudios und Kollegs zu absolvieren oder aber entsprechende Weiterbildungen zu belegen. Mit dem Berufswunsch Fotograf/in kannst du aber auch studieren. Sowohl im Diplom- als auch im Bachelor-Studium und Master-Studium werden die diversen Seiten der Fotografie in den Fachrichtungen Künstlerische Fotografie, Foto-Design, Fotojournalismus oder Visuelle Kommunikation am häufigsten angeboten. Daher belegst du Fotografie-Studiengänge oftmals an künstlerischen Hochschulen bzw. Fakultäten. Zusätzlich werden Weiterbildungen an speziellen Instituten als Fernstudium oder Fernlehrgang mit Zertifikat angeboten.

Im entsprechenden Studiengang bzw. in der Ausbildung rückt unter anderem die Sprache der Bilder in den Mittelpunkt. Ebenso zentral ist die Frage, wie du als Fotograf/in für alle Aufgaben die richtige Anwendung für tolle Ergebnisse findest. Du erlangst zudem Kenntnisse darüber, wie du - je nach Inspiration, Kunde/Kundin und Auftrag - die passende Wahl bei Einstellung, Hintergrund, Location, Rahmen, Format sowie Bearbeitung triffst, welche Möglichkeiten du jeweils im Studio bzw. im Freien hast und welche Objektive sowie welches Stativ du bei bestimmten Ereignissen für deine Fotografien benötigst.

Um deinen Wunsch nach Berufserfahrung zu erfüllen, kannst du auch vor oder nach der Ausbildung einige Zeit als Assistent bzw. Assistentin für Fotografen arbeiten. Der Inhalt dieser Tätigkeit liegt v.a. darin, das Licht- und Kameraequipment auf- und abzubauen, die richtigen Maße und Einstellungen von Hintergrund und Beleuchtung auszuwählen, in der Vor- und Nachbereitung sowie der strukturierten Durchführung des Fototermins.

Voraussetzungen

Um im Beruf des Fotografen bzw. der Fotografin erfolgreich zu sein, bedarf es Kreativität, Spaß an Kunst und der Erstellung und Verarbeitung von Fotos sowie - aufgrund der ständigen Arbeit mit dem/der Auftraggeber/in- auch Kommunikationsfreude. Den perfekten Moment für ein Bild zu erwischen, gerade bei sich bewegenden Motiven, hängt auch von der Reaktionsfähigkeit ab. Damit die gewählten Motive in deinen Aufnahmen so ästhetisch wie möglich abgebildet werden, ist ein gewisser Blick für Ästhetik die Grundlage für gute Arbeit.

Außerdem benötigt man einiges an Ausrüstung; wie zum Beispiel unterschiedliche Kameras, das ein oder andere Stativ und diverse Objektive (z.B. Weitwinkel-Objektiv, Standard-Objektiv oder Zoom-Objektiv), aber auch einen Laptop und spezielle Technik für das Übertragen der Bilder. Daher ist ein gutes technisches Verständnis notwendig.

Des Weiteren sollten Fotografen und Fotografinnen stressresistent sein, da man meistens selbständig tätig ist, saisonbedingt viele Aufträge in kurzer Zeit erfüllen muss und viel Kundenkontakt hat. Für internationale Kunden und Kundinnen ist es hilfreich, wenn man z.B. die englische Sprache in Wort und Schrift beherrscht.

Die wichtigsten Anforderungen in der Übersicht:

  • Gutes Sehvermögen und ein Auge für Ästhetik
  • Reaktionsfähigkeit und Handgeschicklichkeit
  • Stressresistenz
  • Kreativität
  • Technisches Verständnis
  • Kommunikationsfreude

Berufsbild - Was macht ein/e Fotograf/in?

Du übst als Fotograf/in einen sehr vielfältigen Beruf aus und hältst die unterschiedlichsten Eindrücke und Geschehnisse auf Fotos fest – ob in der Natur, von Ereignissen, Menschen, Tieren oder auch Gegenständen.

Du entscheidest dich dabei, ob du eher künstlerisch oder kommerziell arbeiten möchtest. Dabei kannst du dich auf ein Gebiet spezialisieren, wie zum Beispiel auf die Event-, Werbe-, Presse- sowie Modefotografie, die Porträtfotografie - dazu zählt auch das Produzieren von Bewerbungsfotos in einem Studio - oder die Produktfotografie. Die Bandbreite an Arbeitsmöglichkeiten ist breit gestreut.

Als Fotograf/in bist du viel unterwegs oder arbeitest vor Ort in einem Fotostudio. Du beschäftigst dich aber nicht nur mit dem eigentlichen Fotografieren, sondern auch mit der Planung von Ablauf und Konzeption des Shootings und vor allem mit der Nachbearbeitung der Ergebnisse. Aufgrund der digitalen Entwicklungen der letzten Jahrzehnte, arbeitest du intensiv mit Programmen zur Bildbearbeitung sowie anderen (informations-)technischen Anwendungen. Dein Hauptarbeitsmittel aber bleibt die Kamera.

Der Beruf des Fotografen/der Fotografin - Pro & Kontra

Vorteile des Berufs

Ein prägnanter Vorteil ist zum Beispiel die flexible Arbeitszeit aber auch die örtliche Ungebundenheit - denn Fotografie wird überall benötigt. Zudem arbeiten einige Fotografen und Fotografinnen, je nach Spezialisierung, in ihrem Beruf oft Outdoor und sind somit immer viel in Bewegung. Durch den vielfältigen Kundenkontakt kann sich jeder/jede Fotograf/in ein einzigartiges Netzwerk aufbauen.

Die Vielseitigkeit an Schwerpunkten der Fotografie und Aufträgen, die von Mode-, Event- oder Produktfotografie über Architekturfotografie bis hin zur Wissenschaftsfotografie reichen, beschert einem/r Fotograf/in eine sehr abwechslungsreiche und kreative Arbeit.

Anstelle der Selbstständigkeit kann man auch Stellen bei Unternehmen als Freelancer/in oder Angestellte/r annehmen, da diese vermehrt Bedarf an Content, sprich Fotos und Inszenierungen, haben.

Nachteile des Berufs

In der Fotografie kommt man ohne Ausrüstung, die auf dem neuesten Stand ist, nicht weit. Für die Aufnahmen kommt teures Equipment, wie Kamera/s, Stativ, Objektive und ein Software-System für Speicherung und Bildbearbeitung zum Einsatz. Der Beruf als Fotograf/in kann sehr vielseitig sein, allerdings auch in nachteiliger Hinsicht auf kleinere, private Fotoshootings, bei denen man nebenbei noch für das Styling, Konzept, die Kommunikation und Koordination mit dem Model (oder den Models) und das richtige Licht zuständig ist. In der Regel werden dafür aber eigens Fachkräfte eingestellt.

Durch vorgegebene Anforderungen von Medienagenturen bzw. den Kunden/Kundinnen, die den Rahmen des Shootings, die Szene und den Hintergrund für das Foto/ die Fotos und insgesamt die Darstellung betreffen, wird ein/e Fotograf/in manchmal nur für seine/ihre spezifischen Dienstleistungen gebucht und nicht für seine/ihre Kreativität. Des Weiteren kommt mit der Selbstständigkeit auch ein eher saisonbedingtes, unregelmäßiges Einkommen ins Spiel. 

Je nachdem, wo du als Fotograf/in tätig sein willst und wie mobil du bist, können eine hohe Konkurrenzdichte in der Stadt und eine geringe Auftragslage auf dem Land zu Nachteilen werden. Auch, dass es in unserem Zeitalter möglich ist, nur mit einem Handy und einem Filter ein gutes Bild zu schießen und damit zum Teil sogar Geld zu verdienen, hat die Bedeutung hinter dem Begriff "Experte/Expertin" in der Fotografen-Industrie geprägt. Auf der einen Seite ist die Tätigkeit des Fotografierens heutzutage wichtiger denn je, dennoch gibt es einen Wandel in der Notwendigkeit von z.B. einem Studio, sei es für Werbe- oder auch Bewerbungsfotos.

Berufsaussichten, Karrierechancen und Verdienstmöglichkeiten

Du kannst als Fotograf/in auf der einen Seite freiberuflich tätig sein und auf der anderen Seite auch Stellen in Medienagenturen oder Fotostudios bzw. -agenturen sowie bei Verlagen, z.B. als Fotojournalist/in, annehmen oder auch für ein Unternehmen arbeiten.

Berufsaussichten als Fotograf/in in Agenturen und Fotostudios

Wer bereits durch Ausbildung, Praktikum oder andere Berufe Erfahrungen in der Fotografiebranche sammeln konnte, der kann sich für eine Tätigkeit bei Agenturen bewerben. Dabei gibt es unterschiedliche Wege in die Agenturbranche. Häufig wählen Fotografen und Fotografinnen den Beruf des/der Freelancer/in, bei der sie in enger Zusammenarbeit mit PR-, Werbe- oder Eventagenturen stehen und über diese gebucht werden. Seltener gibt es auch Angebote für eine direkte Anstellung. Beachte: Im Art Buying werden des Öfteren Fotograf/-innen eingestellt.

Eine weitere Option ist eine Fotograf/-innen-Agentur bzw. -Repräsentanz, die als Management fungiert und Aufträge zuweist. Auch eine Anstellung bei einem Fotostudio ist denkbar. Hierbei hat man - je nachdem, was das Studio anbietet - sehr vielfältige Motive und Aufgaben - von der Porträtfotografie bis hin zu einem Babybauch- oder Babyshooting.

Berufsaussichten als Fotograf/in in der Selbstständigkeit

Wenn du dich dafür entscheidest, den Beruf des Fotografen/der Fotografin selbstständig auszuüben, z.B. als Hochzeitsfotograf/in, sollte dir bewusst sein, dass dein Einkommen saisonbedingt schwanken kann und von der Auftragslage abhängig ist. Um dir einen Namen zu machen und Kunden bzw. Kundinnen zu akquirieren ist es sinnvoll eine Website anzulegen, auf der du dich und dein Angebot vorstellst sowie Fotos, Referenzen und sonstige Informationen über deine Arbeit präsentierst. Eine weitere Möglichkeit ist es, selbstständig ein Fotostudio aufzumachen, wenn dir Porträt- und Studioshootings Spaß machen.

Verdienstmöglichkeiten als Fotograf/in

Dein Verdienst als Fotograf/in richtet sich danach, ob du angestellt oder selbständig bist und in welchem Bereich du tätig bist. In einem Angestelltenverhältnis kann das Einstiegsgehalt pro Jahr zwischen EUR 34.000.- und EUR 50.000,- brutto betragen, die Honorare von selbstständigen Fotograf/-innen sind dagegen individuell abhängig von Erfahrung, Ort, Reputation und Marktlage. Durchschnittlich liegen die Gehälter eher im mittleren Bereich.

In welchen Bereichen kann ich als Fotograf/in tätig sein?

Die Berufe bzw. die Bereiche, in denen man als Fotograf/in aktiv werden kann, sind zahlreich. Wer gerne Menschen fotografiert, für den kommen Themen wie Aktfotografie, Baby-, Kinder- sowie Familienfotografie, Porträtfotografie, Paarfotografie oder auch Presse- und Modefotografie in Frage. Wer dagegen lieber Dinge oder Gebäude auf Fotos in Szene setzt, sollte sich Schwerpunkten wie Immobilienfotografie und Architekturfotos sowie der Produktfotografie oder Kunstfotografie widmen.

Ganz besondere Themen der Fotografie sind die Event- und die Hochzeitsfotografie. Hier gilt es im perfekten Moment abzudrücken, um die Emotionen auf dem Bild mit einem Klick einfangen zu können. In der Naturfotografie, Dokumentarfotografie, Tierfotografie sowie der Unterwasserfotografie geht es darum, schöne Landschaften und Eindrücke auf Fotos festzuhalten.

Wähle die Sportfotografie, wenn du über eine schnelle Reaktionsfähigkeit verfügst oder die Wissenschaftsfotografie, zu Zwecken der Forschung, wenn du Geduld mitbringst. Je nach Profil könnten auch Stellen in der Beratung im Fotoeinzelhandel, in der Industrie oder als Fotodesigner/in passen.

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FAQ

Wie viel verdient man als Fotograf/in?

Selbstständige Fotograf/-innen definieren ihr Stunden- oder Tages-Honorar individuell abhängig von ihrer Ausbildung und ihren Leistungen. Durchschnittlich liegen die Gehälter im mittleren Bereich. Wer angestellt ist und ein fixes Monatsgehalt bekommt, kann mit einem Jahresbruttogehalt von EUR 34.000.- bis EUR 50.000,- brutto rechnen.

Was fotografiert ein/e Fotograf/in?

Das kommt ganz darauf an, welche Interessen, Anforderungen und Schwerpunkte man als Fotograf/in für sich setzt. Auf Fotos abgebildet werden kann alles - von Gebäuden und Gegenständen, über Hochzeiten und Events bis hin zu Tieren, Menschen und Mode.

Was brauche ich für einen Abschluss bzw. für die Ausbildung als Fotograf/in?

Der Beruf des/der Fotografen/Fotografin ist kein strikter Ausbildungsberuf mit nur einer passenden Ausbildung. Wer jedoch langfristig erfolgreich in der professionellen Fotografiebranche tätig sein will, der sollte eines der vielfältigen Angebote der Ausbildung und Weiterbildung oder einen der zahlreichen Studiengänge wählen. Die Zulassungsvoraussetzungen variieren je nach Hochschule bzw. Ausbildungsbetrieb.

Detaillierte Informationen zu den Fachrichtungen

Was kann ich studieren, um Fotograf/in zu werden?

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    Digitale Fotografie

    ILS - Institut für Lernsysteme

    ILS-Abschlusszeugnis | 12 Monate (berufsbegleitend)

    Foto-Designer (SGD)

    sgd - Studiengemeinschaft Darmstadt

    sgd-Abschlusszeugnis | 18 Monate (berufsbegleitend)

    Fotografie

    SRH Berlin University of Applied Sciences

    Bachelor of Arts | 7 Semester (Vollzeit)

    Fotografie - professionell gemacht

    ILS - Institut für Lernsysteme

    ILS-Abschlusszeugnis | 14 Monate (berufsbegleitend)

    Fotografie Diplomlehrgang

    lightbox academy

    Diplom | 2 Semester (berufsbegleitend)

    Geprüfte/r Fotodesigner/in (ILS)

    ILS - Institut für Lernsysteme

    ILS-Abschlusszeugnis | 18 Monate (berufsbegleitend)

    Professionelles Fotografieren leicht gemacht

    sgd - Studiengemeinschaft Darmstadt

    sgd-Abschlusszeugnis | 14 Monate (berufsbegleitend)

    Bildende Kunst - Fotografie

    Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart

    Diplom | 10 Semester (Vollzeit)
    DE   Stuttgart

    Bildende Kunst - Fotografie

    Universität für angewandte Kunst Wien

    Mag.art. (Magister artium) | 8 Semester (Vollzeit)
    AT   Wien

    Bildende Künste - Grafik / Typografie / Fotografie

    Hochschule für Bildende Künste Hamburg

    Bachelor | 6 Semester (Vollzeit)
    DE   Hamburg