Bachelor Jüdische Studien (Judaistik) studieren 21 Bachelor-Studiengänge

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Das Studium Jüdische Studien (Judaistik) | Bachelor

Aufbau und Inhalt des Bachelor-Studiums Jüdische Studien (Judaistik)

In der Studieneingangsphase erarbeiten die Studierenden Kenntnisse der alten hebräischen Sprache und ihrer Schriftzeichen, wie sie in der Bibel verwendet wurde. Gleichzeitig erfolgen auch ein erster Fachüberblick über die wichtigsten Theorien und Methoden der Judaistik und ein erster Überblick über geschichtliche, literarische und religiöse Fragestellungen des Judentums. In weiterer Folge findet die Auseinandersetzung mit Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens statt – Studierende sollen zur selbstständigen, kritischen und systematischen Lektüre althebräischer (Bibel-)Texte befähigt werden. Mit der Ausbildung im Hebräisch der Gegenwart, das sich von seinem antiken Vorgänger merklich unterscheidet, wird die Sprachausbildung abgeschlossen.

Studierende schulen ihre Hör- und Schreibkompetenz und sie werden befähigt, sich zumindest an einfachen Konversationen auf Hebräisch zu beteiligen. Außerdem werden meist die geschichtlichen Module angeboten. Mehrere Epochen werden dabei thematisiert: Die Antike Periode (die Anfänge des Judentums), die Rabbinische Periode (etwa von 70 – 1000 n.Chr. mit den Schwerpunkten Palästina und Babylonien), das Mittelalter (9. – 15. Jh. n. Chr. mit den Schwerpunkten West- und Mitteleuropa) und schließlich auch die Neuzeit und Gegenwart des Judentums mit den Schwerpunkten Europa und USA. Meist werden auch originalsprachliche Texte im Quellenstudium gelesen und übersetzt. Praxisaufenthalte in Israel werden meistens empfohlen.

Typische Lehrveranstaltungen

  • Einführung in Kultur und Geschichte des Judentums
  • Einführung in die Hebräische Bibel
  • Hebräisch und Aramäisch
  • Neuzeitliches Judentum
  • Mittelalterliches Judentum
  • Judentum der Frühen Neuzeit
  • Originalsprachliche Texte
  • Jüdische Ethik
  • Jüdisch-christlicher Dialog
  • Jüdische Philosophie
  • Judentum und Islam
  • Jüdische Religionsgeschichte

Berufsaussichten nach dem Bachelor-Studium Jüdische Studien (Judaistik)

AbsolventInnen des Studiums im Bereich Jüdische Studien (Judaistik) werden beruflich, meist nach einem anschließenden postgradualen Studium sowie einer Promotion, in erster Linie in Forschung und Lehre an Universitäten sowie öffentlichen und privaten Forschungseinrichtungen und Dokumentationsstellen tätig. Darüber hinaus bieten auch Museen, Gedenkstätten, das Ausstellungswesen sowie kulturelle und religiöse Organisationen potenzielle Berufsmöglichkeiten. Ferner arbeiten JudaistInnen auch im Bibliothekswesen und Archivwesen, in staatlichen Verwaltungen sowie in Forschungs- und Kulturverwaltungen. Außerdem bietet auch die Medienbranche, konkret die Print-, Online- und Rundfunkmedien, die Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation mögliche Tätigkeitsfelder für AbsolventInnen der Judaistik bzw. Jüdischen Studien. Nicht zuletzt stellen auch Verlage, Stiftungen, Verbände sowie die Tourismusbranche potenzielle Arbeitgeber dar.

Ist das Bachelor-Studium Jüdische Studien (Judaistik) das Richtige für mich?

Jedes Studium stellt spezielle Anforderung an die Studierenden. Für das Jüdische Studien (Judaistik)- Studium (Berufsfeld gemäß RIASEC-Modell) sind Investigative Orientierung (auch: forschend, intellektuell), Soziale Orientierung und Konventionelle Orientierung von Bedeutung. Mit Studienwahltest & StudienwahlBOX kannst du überprüfen, ob dieses Studium zu dir passt.

Als besonders wichtig gilt dabei die Investigative Orientierung (auch: forschend, intellektuell). Personen dieses Typs versuchen Probleme erforschend und auf intellektueller Ebene zu lösen. Analytisch und methodisch exakt vorgehend, ist ihnen dabei wichtig, dass sie die jeweiligen Zusammenhänge verstehen. Soziale Kontakte sind ihnen nicht allzu wichtig. Die Suche nach schwierigen  Fragestellungen bedeutet ihnen mehr, als Führungsaufgaben zu übernehmen. Auch mögen sie keine Tätigkeiten, die sich wiederholen. Menschen mit dieser Orientierung sind unkonventionell orientiert und bevorzugen Persönlichkeitsmerkmale, die logisch, intellektuell und ehrgeizig ausgerichtet sind.

Ebenso wichtig ist die Soziale Orientierung. Eine hohe soziale Verantwortung und der Drang nach Beachtung und sozialem Austausch zeichnen Menschen mit dieser Orientierung aus. Die Bewältigung von Aufgaben und Problemstellungen geschieht bei ihnen eher emotional und durch soziale Aktivität als rational oder intellektuell. Die Beschäftigung mit technischen oder wissenschaftlichen Belangen ist ihnen zuwider - was sich unter anderem in der der tendenziellen Abneigung gegenüber der Benutzung von Maschinen oder Werkzeugen ausdrückt. Gute verbale und soziale Befähigungen gehen bei diesen Menschen einher mit einem hohen ethischen Anspruch gegenüber sich und ihrer Umwelt.

Und auch die Konventionelle Orientierung spielt für dieses Studium eine Rolle. Ein strukturierter, ordnender Umgang mit Daten jeglicher Art gefällt Menschen mit konventioneller Orientierung am Besten. Sie bevorzugen Tätigkeiten, wie Zuordnen, Aufzeichnen, Vervielfältigen oder Archivieren. Künstlerische, nicht klar strukturierte oder offene Aufgaben hingegen lehnen sie ab. Sie verfügen daher meist über rechnerische oder geschäftliche Kompetenzen. Beruflich und Privat sind diese Menschen traditionell orientiert und sind einem hohen ökonomischen und sozialen Status nicht abgeneigt.

13 Hochschulen mit 21 Bachelor-Studiengängen

Alle (21) DEUTSCHLAND (18) ÖSTERREICH (1) SCHWEIZ (2)
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Freie Universität Berlin Judaistik Berlin, Berlin
Studiengang 1/2
1 21
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf Jiddische Kultur, Sprache und Literatur Düsseldorf, Nordrhein-Westfalen
Studiengang 1/2
51
Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg Jüdische Religionslehre Heidelberg, Baden-Württemberg
Studiengang 1/5
1 1 21
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg Jüdische Religionslehre Heidelberg, Baden-Württemberg
Studiengang 1/2
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