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Das Studium Kunststofftechnik | Bachelor

Aufbau und Inhalt des Bachelor-Studiums Kunststofftechnik

Die Kunststofftechnik kombiniert ein ingenieurwissenschaftliches Studium mit naturwissenschaftlichen Problemstellungen. So sind denn auch die Hauptbereiche dieser Fachrichtung die eigentliche Kunststofftechnik, die Polymerchemie, der Maschinenbau, die Mechatronik (also die Arbeit mit kleinsten Bauteilen), sowie Physik, Werkstoffkunde (einschließlich der Charakterisierung von Kunststoffen), die Verarbeitung von Kunststoffen und Maschinen- und Werkzeugbau um Kunststoffprodukte zu erzeugen. Zu den naturwissenschaftlichen Grundlagen zählen außerdem die (An)Organische Chemie, Physik und Chemisches Rechnen für Kunststoffwissenschaften. Meist gehen dezidierte Lehrinhalte auf das Design von Kunststoff-Bauteilen ein und vermitteln Kenntnisse über die Arbeit mit Verbundstoffbauteilen (also die Kombination von Kunststoff mit anderen Materialien wie z.B. Metall).

Dazu werden auch umfangreiche Kompetenzen in Mathematik gelehrt. Darüber hinaus werden Kenntnisse des Maschinenbaus in der Mechatronik vermittelt und die Studierenden erarbeiten Problemstellungen der Informatik und erlernen eine Programmiersprache. Es werden außerdem Grundlagen der Elektrotechnik erarbeitet, sowie Fertigungstechnik und Technische Mechanik. Schwerpunktbildungen sind z.B. in der Werkstoffkunde, in der Kunststoffverarbeitung oder in der Bauteilgestaltung möglich. Üblich sind Industriepraktika und eine praktische Projektarbeit.

Typische Lehrveranstaltungen

  • Anwenden von Kunststoffen
  • Technische Mechanik
  • Chemie und Physik der Kunststoffe
  • Einführung in die Elektrotechnik
  • Chemisches Rechnen für die Kunststofftechnik
  • Naturwissenschaftliche Grundlagen
  • Polymerchemie und Werkstoffkunde
  • Kunststoffverarbeitung und Bauteilgestaltung
  • Verbundwerkstoffe
  • Werkstoffprüfung der Kunststoffe
  • Kunststoffrecycling
  • Kunststoffformenbau und Umformtechnik

Berufsaussichten nach dem Bachelor-Studium Kunststofftechnik

AbsolventInnen des Studiums Kunststofftechnik werden in erster Linie in der Kunststoff erzeugenden und verarbeitenden Industrie beruflich tätig. Hierzu zählen beispielsweise die Automobil- und Zulieferindustrie, die Elektrotechnikindustrie, die Medizintechnik, Sportartikelhersteller sowie die Luft- und Raumfahrtindustrie. Aber auch Betriebe und Hersteller von Maschinen und Anlagen der Kunststoffverarbeitung stellen potenzielle Arbeitgeber dar. Die Aufgabengebiete von IngenieurInnen der Kunststofftechnik liegen vor allem in der Entwicklung neuer Verarbeitungsverfahren, neuer Kunststoffe und Kunststoffprodukte, der Untersuchung neuer Anwendungsgebiete bereits bekannter Kunststoffe sowie ihrer chemischen, mechanischen und physikalischen Eigenschaften, in der Festlegung von Qualitätskriterien, der Bauteilauslegung und -konstruktion, im Kunststoffrecycling, der Kunststoffentsorgung und -aufbereitung sowie im Bereich Management und Planung.

Ist das Bachelor-Studium Kunststofftechnik das Richtige für mich?

Jedes Studium stellt spezielle Anforderung an die Studierenden. Für das Kunststofftechnik- Studium (Berufsfeld gemäß RIASEC-Modell) sind Realistische Orientierung, Konventionelle Orientierung und Investigative Orientierung (auch: forschend, intellektuell) von Bedeutung. Mit Studienwahltest & StudienwahlBOX kannst du überprüfen, ob dieses Studium zu dir passt.

Als besonders wichtig gilt dabei die Realistische Orientierung. Personen dieses Typs sind praktisch und technisch veranlagt. Sie bevorzugen Tätigkeiten, in denen körperliche Kraft, Geschicklichkeit sowie Koordination eine Rolle spielen. Dazu zählt der Umgang mit Maschinen und Werkzeugen, aber auch mit Tieren, wie etwa im landwirtschaftlichen Bereich. Sie mögen konkrete Aufgaben, bei denen nachweisbare Ergebnisse erzielt werden können. Auf der anderen Seite gehen sie sozialen Herausforderungen eher aus dem Weg und versuchen die Zusammenarbeit mit Menschen mit anderen Ansichten so gut wie möglich zu vermeiden. Realistische Personen sind in ihrer Wertehaltung traditionell orientiert und schätzen daher handfeste und konkrete persönliche Eigenschaften.

Ebenso wichtig ist die Konventionelle Orientierung. Ein strukturierter, ordnender Umgang mit Daten jeglicher Art gefällt Menschen mit konventioneller Orientierung am Besten. Sie bevorzugen Tätigkeiten, wie Zuordnen, Aufzeichnen, Vervielfältigen oder Archivieren. Künstlerische, nicht klar strukturierte oder offene Aufgaben hingegen lehnen sie ab. Sie verfügen daher meist über rechnerische oder geschäftliche Kompetenzen. Beruflich und Privat sind diese Menschen traditionell orientiert und sind einem hohen ökonomischen und sozialen Status nicht abgeneigt.

Und auch die Investigative Orientierung (auch: forschend, intellektuell) spielt für dieses Studium eine Rolle. Personen dieses Typs versuchen Probleme erforschend und auf intellektueller Ebene zu lösen. Analytisch und methodisch exakt vorgehend, ist ihnen dabei wichtig, dass sie die jeweiligen Zusammenhänge verstehen. Soziale Kontakte sind ihnen nicht allzu wichtig. Die Suche nach schwierigen  Fragestellungen bedeutet ihnen mehr, als Führungsaufgaben zu übernehmen. Auch mögen sie keine Tätigkeiten, die sich wiederholen. Menschen mit dieser Orientierung sind unkonventionell orientiert und bevorzugen Persönlichkeitsmerkmale, die logisch, intellektuell und ehrgeizig ausgerichtet sind.

17 Hochschulen mit 18 Bachelor-Studiengängen

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Hochschule Ansbach Angewandte Kunststofftechnik Ansbach, Bayern
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