Biomedizin Studium 3 Bachelor-Studiengänge in der Schweiz
Inhaltsverzeichnis
Inhalte im Biomedizin-Studium
Im Biomedizin-Studium lernst du, wie der menschliche Körper funktioniert und wie Krankheiten auf biologischer, chemischer und molekularer Ebene entstehen. Am Anfang stehen meist naturwissenschaftliche und medizinische Grundlagen wie Biologie, Chemie, Physik, Anatomie, Physiologie, Zellbiologie und Biochemie.
Später werden die Inhalte spezieller. Dann geht es zum Beispiel um Molekularbiologie, Genetik, Immunologie, Mikrobiologie, Pathologie, Pharmakologie, Toxikologie, Bioinformatik, Labordiagnostik oder medizinische Statistik. Viele Studiengänge enthalten außerdem Laborpraktika, Forschungsprojekte oder praktische Übungen.
Je nach Hochschule kann der Schwerpunkt unterschiedlich sein. Manche Studiengänge sind sehr forschungsnah, andere stärker diagnostisch, technisch oder anwendungsorientiert. Deshalb lohnt sich ein genauer Blick in den Studienplan: Zwei Studiengänge mit ähnlichem Namen können inhaltlich ziemlich unterschiedlich aufgebaut sein.
Biomedizinische Labordiagnostik
ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften - Departement Life Sciences und Facility Management
Biomedizinische Wissenschaften
Universität Freiburg / Université de Fribourg
Ist dieses Studium das Richtige für mich?
Überprüfe mit unserem Studienwahltest, ob Biomedizin das richtige Studium für dich ist.
yelosmiley - stock.adobe.comAblauf, Dauer und Abschluss
Ein Bachelorstudium in Biomedizin dauert meist 6 Semester, manche Studiengänge sind auf 7 oder 8 Semester angelegt. In den ersten Semestern geht es vor allem um Grundlagen aus Naturwissenschaft, Medizin und Laborarbeit. Später folgen Vertiefungen, praktische Einheiten, Forschungsprojekte und die Bachelorarbeit.
Wer sich weiter spezialisieren oder in der Forschung arbeiten möchte, schließt häufig einen Master an. Ein Master in Biomedizin, Biomedical Sciences oder einem verwandten Bereich dauert meist 3 bis 4 Semester. Je nach Studiengang sind Schwerpunkte wie Molekulare Medizin, Immunologie, Onkologie, Neurowissenschaften, Diagnostik, Biotechnologie oder Bioinformatik möglich.
Typische Abschlüsse sind Bachelor of Science und Master of Science. Einzelne Studiengänge können aber auch andere Abschlussbezeichnungen haben, vor allem wenn sie stärker technisch, analytisch oder gesundheitswissenschaftlich ausgerichtet sind.
Typische Lehrveranstaltungen
-
Allgemeine Chemie und medizinische Biochemie
-
Medizinische Grundlagen: Anatomie und Physiologie
-
Allgemeine Pathologie
-
Pharmakologie und Toxikologie
-
Zellbiologie und Histologie
-
Hämatologische Grundlagen
-
Immunologische Grundlagen
-
Gentechnologie
-
Mikrobiologie
-
Molekularbiologie
-
Medizinische Terminologie und Klassifikation
-
Morphologie
Voraussetzungen für das Biomedizin-Studium
Für ein Biomedizin-Studium brauchst du in der Regel eine Hochschulzugangsberechtigung, also zum Beispiel Abitur, Matura, Berufsmatura oder einen gleichwertigen Abschluss. Je nach Hochschule und Land können zusätzlich Aufnahmeverfahren, Auswahlgespräche, Eignungstests, bestimmte Schulnoten oder Sprachkenntnisse verlangt werden.
Gute Voraussetzungen bringst du mit, wenn du dich für Biologie, Chemie und Medizin interessierst. Auch Englisch ist wichtig, weil viele Fachtexte, Studien und teilweise auch Lehrveranstaltungen auf Englisch sind. Für Laborarbeit brauchst du außerdem Genauigkeit, Geduld und die Bereitschaft, sauber und konzentriert zu arbeiten.
Die Zulassung kann je nach Studiengang stark variieren. Manche Programme sind zulassungsbeschränkt, andere haben eigene Aufnahmeverfahren oder besondere fachliche Anforderungen. Prüfe deshalb immer die aktuellen Angaben der jeweiligen Hochschule.
Passt Biomedizin zu mir?
Biomedizin passt zu dir, wenn du wissen willst, was im Körper auf Zellebene passiert und wie Forschung dazu beitragen kann, Krankheiten besser zu verstehen. Du solltest Freude an Naturwissenschaften haben und kein Problem damit, dich intensiv mit Chemie, Biologie, Laborarbeit und wissenschaftlichen Methoden zu beschäftigen. Das Studium ist weniger passend, wenn du vor allem direkt mit Patientinnen und Patienten arbeiten möchtest. Dafür ist Medizin, Pflege, Physiotherapie oder ein anderer Gesundheitsberuf oft näher am eigentlichen Ziel.
Biomedizin könnte gut zu dir passen, wenn du dich für diese Fragen interessierst:
- Wie entstehen Krankheiten?
- Was passiert in Zellen und Geweben?
- Wie funktionieren moderne Diagnoseverfahren?
- Wie werden Medikamente entwickelt und getestet?
- Welche Rolle spielen Gene, Proteine und das Immunsystem?
- Wie kann Forschung medizinische Behandlungen verbessern?
-
●... das menschliche Herz am 23. bzw. 24. Tag seiner Embryonalentwicklung zu pumpen beginnt?
-
●... die Biogerontologie auf Grund der primären Ursachen zellulärer Alternsprozesse davon ausgeht, dass der Mensch in etwa 115 bis 120 Jahre alt weden kann?
-
●... beim Tissue Engineering Zellen aus einem Spender-Organismus entnommen werden, um sie in einer künstlichen Umgebung zu vermehren und sie dann dem Empfänger (re-)transplantieren zu können?
Berufschancen nach dem Biomedizin-Studium
Nach dem Biomedizin-Studium arbeiten Absolventinnen und Absolventen häufig in Forschung, Diagnostik, Pharmaindustrie, Biotechnologie, Medizintechnik, Laboren oder im Qualitätsmanagement. Auch Tätigkeiten in Kliniken, Forschungseinrichtungen, Behörden, Gesundheitsunternehmen oder der wissenschaftlichen Datenanalyse sind möglich.
Viele Jobs hängen stark davon ab, welchen Schwerpunkt du im Studium gewählt hast. Wer sich auf Molekularbiologie, Immunologie, Genetik oder Onkologie spezialisiert, geht oft stärker in die Forschung. Wer Labordiagnostik, Analytik oder Qualitätskontrolle vertieft, findet eher Aufgaben in medizinischen Laboren, Prüfeinrichtungen oder der Industrie.
Für anspruchsvolle Forschungspositionen ist ein Master häufig sinnvoll, teilweise auch eine Promotion. Der Bachelor kann je nach Studiengang und Praxisanteil bereits für den Berufseinstieg reichen, besonders in anwendungsnahen Bereichen. Wer langfristig wissenschaftlich arbeiten möchte, sollte aber meist mit einem weiterführenden Studium planen.
Mögliche Berufe
FAQ
Was ist Biomedizin?
Biomedizin verbindet Medizin mit Naturwissenschaften. Im Studium geht es darum, Krankheiten, Zellen, Moleküle und biologische Prozesse zu verstehen und mit wissenschaftlichen Methoden zu untersuchen.
Ist Biomedizin dasselbe wie Medizin?
Nein. Medizin bereitet auf die ärztliche Tätigkeit vor. Biomedizin ist stärker auf Forschung, Labor, Diagnostik und biologische Grundlagen von Krankheiten ausgerichtet.
Kann ich mit Biomedizin Ärztin oder Arzt werden?
Nein, ein Biomedizin-Studium ersetzt kein Humanmedizinstudium. Wer als Ärztin oder Arzt arbeiten möchte, braucht ein Medizinstudium und die entsprechende Berufszulassung.
Wie lange dauert ein Biomedizin-Studium?
Ein Bachelor in Biomedizin dauert meist 6 Semester. Manche Studiengänge dauern 7 oder 8 Semester. Ein Master dauert je nach Hochschule meist 3 bis 4 Semester.
Welche Voraussetzungen brauche ich?
In der Regel brauchst du eine Hochschulzugangsberechtigung. Je nach Hochschule können außerdem NC, Aufnahmeverfahren, Auswahlgespräche, Eignungstests oder Sprachkenntnisse verlangt werden.
Welche Fächer sind wichtig?
Besonders wichtig sind Biologie, Chemie, Biochemie, Molekularbiologie, Anatomie, Physiologie, Genetik, Immunologie, Mikrobiologie und Statistik.
Wie viel Labor gibt es im Studium?
Das hängt vom Studiengang ab. Viele Biomedizin-Studiengänge enthalten Laborpraktika, praktische Übungen oder Forschungsprojekte. Wer Laborarbeit mag, ist in diesem Fach meist gut aufgehoben.
Was kann man nach Biomedizin arbeiten?
Mögliche Bereiche sind Forschung, Diagnostik, Pharmaindustrie, Biotechnologie, Medizintechnik, Labore, Qualitätsmanagement, Behörden oder wissenschaftliche Datenanalyse.
Braucht man nach Biomedizin einen Master?
Nicht immer, aber häufig. Für Forschung, Spezialisierung und wissenschaftliche Laufbahnen ist ein Master oft sehr sinnvoll. Für manche Tätigkeiten kann auch ein Bachelor reichen.