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Certificate of Advanced Studies
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Lehrgang
Hochschule
125 Kontaktlektionen (25 Halbtage)
berufsbegleitend

Der Lehrgang

In diesem CAS sollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer befähigt werden, die Besonderheiten, Anforderungen und Chancen von digitalen Transformationen im Umfeld des öffentlichen Sektors zu verstehen mit dem Ziel, selber einen substanziellen Beitrag zur Gestaltung von digitalen Transformationsprozessen in Verwaltungsorganisation leisten zu können (unter Berücksichtigung strategischer Vorgaben). Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer reflektieren die Erfüllung staatlicher Aufgaben unter Einbezug interaktiver Zusammenarbeit mit Gesellschaft und Wirtschaft und entwickeln neuartige zukunftsorientierte Geschäftsmodelle; sie gestalten Aufbau und Prozesse in Verwaltungen als dienstleistungsorientierte agile Organisationen und reflektieren die in einer digitalen Verwaltung notwendigen Veränderungen bezüglich Leadership, Führungsinstrumente sowie Arbeitsorganisation.

Der CAS ist gleichzeitig Teil des kantonalen Fachmasters «MAS in Public Management IVM», andererseits kann er auch im Rahmen des «MAS Digitale Transformation ZFH» angerechnet werden.

Zielpublikum und Ziele

Der CAS richtet sich an mittlere und höhere Kader in öffentlichen Verwaltungen oder verwaltungsnahen Betrieben, Projektleitende und Stabsmitarbeitende, welche die digitale Transformation beim Arbeitgeber gestalten sollen oder unmittelbar davon betroffen sind.

Die Absolventinnen und Absolventen

  • verstehen die Bedeutung einer digitalen Verwaltung und erkennen, welche technologischen Entwicklungen diese antreibt
  • kennen die rechtlichen Rahmenbedingungen und erkennen Schnittstellen zwischen Recht, Technologie und Politik/Verwaltung
  • identifizieren die Herausforderungen einer digitalen Transformation in Verwaltungen sowie den Handlungsbedarf für die eigene Organisation unter Berücksichtigung der organisatorischen sowie rechtlichen und technologischen Rahmenbedingungen
  • gestalten aufgrund des identifizierten Handlungsbedarfs den Transformationsprozess hin zu einer digitalen Organisation. Sie wenden dazu nutzer- und serviceorientierte Methoden zur Innovationsentwicklung an
  • reflektieren die Anforderungen an die Führung in einer digitalen agilen Verwaltung mit interdisziplinären Teams

Ausbildungsschwerpunkte

Modul 1 - Digitale Verwaltung verstehen und Handlungsbedarf erkennen:

  • Staat und Gesellschaft. Digitale Verwaltung in einem föderalen Staat: Definition und Begriffsverständnis im Kontext (digitale Verwaltung, Smart Government u. a.) – Digitale Verwaltung als vernetzte prozess- und nutzerorientierte Organisation  – Entwicklungsstand der Schweiz (Bund, Kantone, Gemeinden) im internationalen Vergleich – Ethischer Diskurs im Kontext der digitalen Verwaltung/des digitalen Staats – Praxisbeispiele
  • Recht und Technologie. Technologische Treiber und rechtliche Rahmenbedingungen einer digitalen Verwaltung: Technologien (Big und Open Data, KI/Machine Learning, Bots, Blockchain, Internet of Things (IoT), Cloud-Computing u. a. – Sicherer Umgang mit Daten im Kontext der Datenerhebung und Datenverarbeitung – Rechtlicher Gestaltungsrahmen einer digitalen Verwaltung, inkl. Datenschutz- und Datensicherheit – Praxisbeispiele
  • Digitale Verwaltungsorganisation: Digitale Geschäftsarchitektur und digitale Governance in Verwaltungen – Digitale Wertschöpfungsprozesse in Verwaltungen

Modul 2: Gestalten einer digitalen Transformation in der Verwaltung

  • Design Thinking – Verwaltungsinnovation konkret angewendet: Nutzer- und serviceorientierte digitale Verwaltungsdienstleistungen – Problemlösung und Ideenentwicklung mit Methoden des Design Thinking – Anwendung der Methoden bei der Entwicklung eines eigenen Produkt- oder Dienstleistungskonzepts
  • Führung und Kultur in der digitalen Verwaltung: Trends im Bereich von Künstlicher Intelligenz, Auswirkungen auf die Arbeitswelt und die Beziehung Mensch–Maschine. – Rolle der Führung in einer digitalen Verwaltung sowie in dem damit verbundenen Transformationsprozess, Personalführung und -training von morgen – Von einer risikoaversen Verwaltungskultur zu einer digitalen, agilen, partizipativen vernetzten Verwaltung – Führen von interdisziplinären Teams in einer digitalen Verwaltung
  • Innovationsmanagement in der digitalen Verwaltung: Herausforderungen und Handlungsbedarf einer digitalen Verwaltung allgemein sowie in Bezug auf die eigene Organisation. – Anforderungen an die eigene Verwaltungsorganisation (Hierarchien, Flexibilität, Rollen) –  Umgang mit Innovationen in der öffentlichen Verwaltung (Innovationskultur, Zusammenarbeit und Kommunikation mit Stakeholdern), Impulse von Vorreitern, Praxisbeispiele

Zulassung

Die Zulassung zum Zertifikatslehrgang setzt voraus:

  • Abschlussdiplom einer staatlich anerkannten Fachhochschule bzw. einer Vorgängerschule wie ZHW, HWV, HTL oder Abschlusszeugnis einer staatlich anerkannten Universität oder einer Technischen Hochschule (Diplom, Lizentiat, Bachelor oder Masterabschlüsse) sowie zum Zeitpunkt der Anmeldung mindestens 3 Jahre Berufserfahrung in der öffentlichen
    Verwaltung oder einem verwaltungsnahen Betrieb bzw. in einer NPO,
  • Oder einen vergleichbaren Abschluss oder Abschluss einer kaufmännischen Lehre sowie mindestens 5 Jahre Berufserfahrung in der öffentlichen Verwaltung oder einem verwaltungsnahen Betrieb bzw. in einer NPO.

Fachliche Voraussetzungen:

  • Grundlegende Kenntnisse in Public Management sowie Leistungs- und Wirkungssteuerung
  • Grundlegende Kenntnisse in Personalführung
  • Die Studienleitung entscheidet im Rahmen einer Gesamtbeurteilung über die Zulassung.

Kosten

CHF 7'500.00

Bemerkung zu den Kosten:
Im Preis inbegriffen sind die Kursunterlagen, die vorgeschriebene Literatur und die Prüfungsgebühren (exkl. Nachprüfungskosten). Die gesamten Kursgebühren werden ca. 30 Tage vor Beginn des Lehrgangs in Rechnung gestellt.

Methodik

Das Studium besteht aus Kontaktlektionen und Selbststudium. Jedes Modul umfasst einen Arbeitsaufwand von 150 Stunden (Kontaktlektionen und Selbststudium zusammen). Leistungsnachweise gemäss Modulplan.

Kontaktlektionen: Die Kontaktlektionen dienen einerseits der Vermittlung des fachlichen Wissens, andererseits dem Praxistransfer. Im Rahmen von Workshops, Individual- und Gruppenarbeiten sowie Fallbearbeitungen erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, das theoretische Wissen mit ihrer beruflichen Alltagssituation zu verknüpfen.

Selbststudium: Das Selbststudium dient unter anderem dem Literaturstudium, der Vor- und Nachbereitung des Unterrichts, der Bearbeitung von Übungen und Aufgaben und der Vorbereitung bzw. Erarbeitung von Leistungsnachweisen.

Unterricht

Berufsbegleitend; innerhalb eines Semesters. Unterrichtstage sind in der Regel Donnerstag und Freitag. Folgende Schulferien (Winterthurer Kalender) sind in der Regel unterrichts- und prüfungsfrei: Sommerferien, Herbstferien, Weihnachtsferien. Die restlichen Schulferien sollten grundsätzlich für Unterrichtstage/Reservetermine freigehalten werden. Terminänderungen auch von publizierten Kurstagen sind jederzeit vorbehalten.

Informationsmaterial

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