Ernährungswissenschaften Studium 12 Bachelor-Studiengänge in Österreich
Inhaltsverzeichnis
Ernährungswissenschaften studieren: Ernährung wissenschaftlich verstehen
Ernährungswissenschaften beschäftigen sich mit der Frage, wie Ernährung auf den menschlichen Körper wirkt. Im Studium geht es nicht nur darum, was gesund ist oder welche Lebensmittel empfehlenswert sind. Du lernst, wie Nährstoffe im Körper verarbeitet werden, wie Stoffwechselprozesse funktionieren und welche Rolle Ernährung für Gesundheit, Krankheit, Leistungsfähigkeit und Lebensqualität spielt.
Das Fach verbindet Naturwissenschaft, Medizin, Lebensmittelkunde und Gesundheitswissenschaften. Typische Grundlagen sind Biologie, Chemie, Anatomie, Physiologie, Biochemie, Lebensmittelchemie, Mikrobiologie, Ernährungslehre und Statistik. Je nach Studiengang kommen Themen wie Public Health, Lebensmittelqualität, Prävention, Diätetik, Ernährungsmedizin, Lebensmittelproduktion oder Nachhaltigkeit dazu.
Ernährungswissenschaften sind kein reines Beratungsstudium. Zwar kann Ernährungsberatung später ein berufliches Feld sein, im Studium selbst geht es aber stark um wissenschaftliche Grundlagen, Labor, Forschung, Daten und die Wirkung von Ernährung auf den Körper.
Diätologie
Fachhochschule Campus Wien
Diätologie
Fachhochschule Joanneum
Diätologie
FH Gesundheitsberufe OÖ GmbH
Diätologie
fhg – Zentrum für Gesundheitsberufe Tirol GmbH
Diätologie
Hochschule für Angewandte Wissenschaften St. Pölten
Ernährung und Haushalt
Universität Innsbruck
Ernährung-Bewegung-Gesundheit
Universität Salzburg
Haushaltsökonomie und Ernährung
Universität Wien
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yelosmiley - stock.adobe.comAblauf, Dauer und Abschluss
Ein Bachelorstudium in Ernährungswissenschaften dauert meist sechs Semester. Je nach Studienmodell, Praxisanteil oder Kombination mit anderen Fachbereichen kann die Studiendauer auch etwas länger sein.
In den ersten Semestern stehen häufig Grundlagenfächer im Mittelpunkt. Dazu gehören Chemie, Biologie, Anatomie, Physiologie, Lebensmittelkunde und wissenschaftliches Arbeiten. Danach folgen vertiefende Module, Übungen, Praktika, Laborveranstaltungen, Projektarbeiten und die Bachelorarbeit.
Typische Abschlüsse sind Bachelor of Science oder Bachelor of Arts. Der Bachelor of Science ist besonders häufig, wenn der Studiengang stark naturwissenschaftlich, medizinisch oder lebensmittelwissenschaftlich ausgerichtet ist. Wer später stärker in Forschung, Ernährungsmedizin, Public Health, Produktentwicklung oder spezialisierte Fachbereiche möchte, kann anschließend einen passenden Master wählen.

Bild: dusanpetkovic1 / Fotolia.com
Ernährungswissenschaften, Ökotrophologie oder Diätologie?
Ernährungswissenschaften konzentrieren sich stark auf Ernährung, Stoffwechsel, Lebensmittel, Gesundheit und wissenschaftliche Grundlagen. Der Blick richtet sich darauf, wie Ernährung wirkt, wie Lebensmittel zusammengesetzt sind und welche Zusammenhänge zwischen Ernährung, Körper und Gesundheit bestehen.
Ökotrophologie ist meist breiter angelegt. Neben Ernährung spielen dort häufig auch Haushaltswissenschaft, Verbraucherfragen, Wirtschaft, Nachhaltigkeit, Lebensmittelmanagement oder soziale Aspekte eine größere Rolle. Je nach Studiengang können sich beide Fächer aber deutlich überschneiden.
Diätologie ist stärker berufsbezogen und auf die praktische Ernährungstherapie ausgerichtet. Dort geht es unter anderem darum, Menschen mit bestimmten Erkrankungen ernährungstherapeutisch zu begleiten. Wer später konkret therapeutisch mit Patientinnen und Patienten arbeiten möchte, sollte deshalb genau prüfen, welcher Studiengang für das gewünschte Berufsziel passt.
Typische Lehrveranstaltungen
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Grundlagen der Biochemie
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Lebensmittelmikrobiologie und Recht
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Ernährungsmedizin und Klinische Studien
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Grundlagen der anorganischen und organischen Chemie
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Physiologie und Anatomie
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Physik und Biostatistik
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Public Health and Nutrition
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Ernährungsphysiologie der Makro- und Mikronährstoffe
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Toxikologie und Pharmakologie
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Einführung in die Lebensmitteltechnologie
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Biofunktionalität der Lebensmittel
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Biologie und Genetik
Voraussetzungen für das Ernährungswissenschaften-Studium
Für ein Ernährungswissenschaften-Studium brauchst du in der Regel eine Hochschulzugangsberechtigung, zum Beispiel Abitur, Matura, Berufsmatura, Fachhochschulreife oder einen gleichwertigen Abschluss. Je nach Hochschule können zusätzlich NC, Aufnahmeverfahren, Sprachkenntnisse oder bestimmte Fristen eine Rolle spielen.
Persönlich solltest du Interesse an Ernährung, Gesundheit, Naturwissenschaften und dem menschlichen Körper mitbringen. Besonders wichtig sind Biologie und Chemie. Auch Mathematik und Statistik kommen vor, vor allem wenn es um Studien, Messwerte, Laborergebnisse oder Ernährungserhebungen geht.
Hilfreich sind Genauigkeit, Lesebereitschaft und Freude am wissenschaftlichen Arbeiten. Wer Ernährungswissenschaften studiert, sollte bereit sein, Fachliteratur zu lesen, Daten auszuwerten und komplexe Zusammenhänge zu verstehen. Das Studium ist deutlich naturwissenschaftlicher, als viele vor Studienbeginn erwarten.
Passt Ernährungswissenschaften zu mir?
Ernährungswissenschaften passen zu dir, wenn du dich für Ernährung interessierst und wissen möchtest, was im Körper wirklich passiert. Du solltest nicht nur gern über gesunde Ernährung sprechen, sondern auch verstehen wollen, wie Nährstoffe wirken, wie Lebensmittel analysiert werden und wie wissenschaftliche Studien zu Ernährung aufgebaut sind.
Das Studium passt besonders gut, wenn du Freude an Biologie, Chemie und Gesundheitsthemen hast. Auch Laborarbeit, Statistik und wissenschaftliches Lesen gehören dazu. Wenn du vor allem schnelle Ernährungstipps geben möchtest, kann das Studium trockener wirken als erwartet. Wenn du aber gerne tiefer einsteigst, ist genau das spannend.
Gut passt das Studium zu dir, wenn dich Fragen interessieren wie:
- Wie beeinflusst Ernährung den Stoffwechsel?
- Welche Rolle spielen Proteine, Fette, Kohlenhydrate, Vitamine und Mineralstoffe?
- Wie entstehen ernährungsbedingte Erkrankungen?
- Wie wird Lebensmittelqualität geprüft?
- Und warum sind manche Ernährungstrends wissenschaftlich fragwürdig?
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●... Honig als einzige Lebensmittel bei richtiger Lagerung nicht verderben kann?
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●... Ketchup im 19. Jahrhundert als patentierte Medizin unter anderem gegen Durchfall und Gelbsucht verkauft wurde?
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●... der menschliche Körper selbst nur Vitamin D produzieren kann, alle anderen Vitamine aber über die Ernährung zugeführt werden müssen?
Berufschancen nach dem Ernährungswissenschaften-Studium
Nach dem Ernährungswissenschaften-Studium gibt es verschiedene berufliche Möglichkeiten. Typische Einsatzfelder sind Lebensmittelindustrie, Produktentwicklung, Qualitätssicherung, Forschung, Gesundheitsförderung, Ernährungsberatung, Public Health, Verbraucherinformation, Pharmaindustrie, Labor, Marketing, Vertrieb, Bildung oder öffentliche Einrichtungen.
Mögliche Aufgaben sind zum Beispiel Lebensmittel prüfen, Nährwerte bewerten, Produkte mitentwickeln, Qualitätsstandards kontrollieren, Studien auswerten, Informationsmaterial erstellen, Ernährungskonzepte entwickeln oder Projekte in Prävention und Gesundheitsförderung begleiten.
Der Einstieg hängt stark von Schwerpunkt, Praxiserfahrung und Zusatzqualifikationen ab. Für manche Bereiche reicht der Bachelor als Grundlage. Für Forschung, spezialisierte Fachaufgaben, Ernährungsmedizin oder wissenschaftliche Tätigkeiten ist häufig ein Master sinnvoll. Wer beratend arbeiten möchte, sollte außerdem prüfen, welche zusätzlichen Qualifikationen oder rechtlichen Vorgaben im jeweiligen Land gelten.
Berufsbeispiele
FAQ
Was lernt man im Ernährungswissenschaften-Studium?
Im Ernährungswissenschaften-Studium lernst du, wie Ernährung auf den Körper wirkt. Typische Inhalte sind Ernährungslehre, Biologie, Chemie, Anatomie, Physiologie, Biochemie, Mikrobiologie, Lebensmittelchemie, Stoffwechsel, Statistik, Lebensmittelqualität und Gesundheitsförderung.
Wie lange dauert ein Ernährungswissenschaften-Studium?
Ein Bachelorstudium in Ernährungswissenschaften dauert meist sechs Semester. Je nach Studienmodell, Praxisanteil oder persönlichem Studienverlauf kann die tatsächliche Dauer auch etwas länger sein.
Welche Voraussetzungen brauche ich?
Meist brauchst du eine Hochschulzugangsberechtigung, zum Beispiel Abitur, Matura, Berufsmatura, Fachhochschulreife oder einen gleichwertigen Abschluss. Je nach Hochschule können NC, Aufnahmeverfahren, Sprachkenntnisse oder bestimmte Bewerbungsfristen dazukommen.
Ist Ernährungswissenschaften ein schweres Studium?
Ernährungswissenschaften können anspruchsvoll sein, vor allem wegen Chemie, Biologie, Biochemie, Physiologie, Statistik und wissenschaftlichem Arbeiten. Wenn du Interesse an Naturwissenschaften und Gesundheit hast und regelmäßig lernst, ist das Studium gut machbar.
Brauche ich gute Chemiekenntnisse?
Chemie ist im Ernährungswissenschaften-Studium wichtig, weil viele Themen auf biochemischen und lebensmittelchemischen Grundlagen aufbauen. Du musst nicht alles schon können, solltest aber bereit sein, dich intensiv mit Chemie, Biochemie und Stoffwechselprozessen zu beschäftigen.
Ist Ernährungswissenschaften dasselbe wie Ernährungsberatung?
Nein. Ernährungsberatung kann ein mögliches Berufsfeld sein, aber das Studium ist deutlich breiter und wissenschaftlicher. Es geht auch um Lebensmittelqualität, Forschung, Labor, Public Health, Stoffwechsel, Produktentwicklung und Gesundheitsförderung.
Was ist der Unterschied zwischen Ernährungswissenschaften und Ökotrophologie?
Ernährungswissenschaften konzentrieren sich stärker auf Ernährung, Stoffwechsel, Lebensmittel und Gesundheit. Ökotrophologie ist meist breiter und verbindet Ernährung zusätzlich mit Haushaltswissenschaft, Verbraucherfragen, Wirtschaft, Nachhaltigkeit oder Lebensmittelmanagement.
Was ist der Unterschied zwischen Ernährungswissenschaften und Diätologie?
Ernährungswissenschaften sind stärker wissenschaftlich und breit angelegt. Diätologie ist meist stärker berufsbezogen und auf praktische Ernährungstherapie ausgerichtet. Wer später therapeutisch mit Patientinnen und Patienten arbeiten möchte, sollte die jeweiligen Berufs- und Studienwege genau vergleichen.
Welche Jobs gibt es nach Ernährungswissenschaften?
Mögliche Arbeitsfelder sind Lebensmittelindustrie, Qualitätssicherung, Produktentwicklung, Forschung, Ernährungsberatung, Gesundheitsförderung, Public Health, Verbraucherinformation, Pharmaindustrie, Labor, Bildung, Marketing oder Vertrieb.
Kann ich mit Ernährungswissenschaften Ernährungsberater/in werden?
Das Studium kann eine gute Grundlage für Ernährungsberatung sein. Je nach Land, Tätigkeitsfeld und Zielgruppe können aber zusätzliche Qualifikationen, Zertifizierungen oder rechtliche Vorgaben wichtig sein.
Reicht der Bachelor für den Berufseinstieg?
Für erste Tätigkeiten in Lebensmittelindustrie, Qualitätssicherung, Marketing, Vertrieb, Gesundheitsförderung oder Projektarbeit kann der Bachelor ausreichen. Für Forschung, spezialisierte Fachpositionen oder wissenschaftliche Tätigkeiten ist häufig ein Master sinnvoll.
Passt Ernährungswissenschaften zu mir?
Ernährungswissenschaften passen zu dir, wenn du Ernährung, Gesundheit und Naturwissenschaften spannend findest. Du solltest gern genau arbeiten, Fachtexte lesen und keine Angst vor Chemie, Biologie, Statistik und Laborinhalten haben.
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●die Studiengänge vielseitige Schwerpunkte und Fragestellungen zum Thema Ernährung abdecken. Du erhältst im Ernährungswissenschaften-Studium zum Beispiel Einblicke in die Prozesse der Lebensmittelindustrie, in die Ernährungsberatung oder in den Verbraucherschutz.
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●deine Gehaltsaussichten und Karrierechancen im Spannungsfeld der Ernährung, im Zusammenspiel mit Gesundheit und Medizin, mit einer akademischen Ausbildung besonders vielversprechend sind.
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●du durch das Studium relevantes Know-How für eine Karriere als Ernährungswissenschaftler/in bzw. Führungsperson in unterschiedlichen Unternehmensbereichen in der Ernährungswissenschaft und Ernährungswirtschaft erhältst.