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Hochschulzertifikat

Baumediation

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Lehrgang
Hochschule
12 Monate
berufsbegleitend

Der Lehrgang

Es ist allgemein bekannt, dass die Bauwirtschaft europaweit von einer wachsenden Streitbereitschaft geprägt ist. Die Anzahl der Gerichtsverfahren nimmt zu, die Verfahrenskosten steigen und Gerichtsprozesse ziehen sich über Jahre in die Länge. Ursachen hierfür sind die im Rahmen der Projektabwicklung aufeinandertreffenden unterschiedlichen Interessen der Baubeteiligten. Hinzukommen enge zeitliche Vorgaben, hoher Kosten- und Qualitätsdruck, ein oftmals gestörter Informationsfluss sowie oft unklare Vertrags- und Ausschreibungsbedingungen. Die Streitwerte sind fast immer sehr hoch.

In der Spezialisierung Baumediation werden insbesondere die mediativen Prozesse zwischen den am Bau beteiligten behandelt, hierzu werden in dem Modul sowohl die theoretischen Hintergründe vermittelt als auch die praktische Umsetzung, an Hand von Fallbeispielen aus dem Baubereich trainiert. Die Studierenden lernen sowohl die Grundregeln für die Arbeit im Projekt als auch wie ein Mediationsverfahren beim Planen und Bauen aufgebaut ist und organisiert wird.

Ausbildungsschwerpunkte

Modul 1 - Einführung und Grundlagen der Mediation
Das Modul "Einführung in die Mediation" richtet sich insbesondere an die Teilnehmer, die eine Ausbildung als Mediator anstreben, an Führungskräfte aus der Verwaltung, die sich über Einsatzmöglichkeit von Mediation in ihrem Verantwortungsbereich informieren möchten sowie an Jura-Studenten, zum Erwerb der nach der JAPrO vorgeschriebenen Kenntnisse im Bereich Mediation.

Modul 2 - Psychologie der Mediation, Persönliche Kompetenz und Rollenverständnis des Mediators
Mit dem Modul sollen den Teilnehmern die inneren Zusammenhänge und Mechanismen, die für die Entstehung und den Ablauf von Konflikten von Bedeutung sind, vermittelt werden. Dabei soll den Teilnehmer die Rolle des Mediators und seiner Interventionsmöglichkeiten bewusst werden und seine Stellung, insbesondere unter dem Aspekt der Neutralität, kritisch reflektieren.

Modul 3 - Kommunikation und Verhandeln
In diesem Abschnitt werden den Teilnehmern zunächst die Grundlagen der Kommunikation vermittelt. Darauf aufbauend sollen die Teilnehmer für die Besonderheiten der verbalen (mündlichen und schriftlichen) Kommunikation sensibilisiert werden. Die erworbenen Kenntnisse werden sodann in den größeren Zusammenhang der speziellen Kommunikationssituation des Verhandelns gestellt.

Modul 4 - Mehrparteienmediation und Umgang mit Macht
Bei der Arbeit mit Gruppen ergeben sich gegenüber den Zweipersonenkonflikten eine Vielzahl von Besonderheiten, die zum Teil eine besondere Betrachtung von Grundsätzen der Mediation (z. B. im Hinblick auf den Grundsatz der Vertraulichkeit) notwendig machen und vielfach den Einsatz von Techniken erforderlich machen, die in der Moderation entwickelt wurden. Zum Erlernen von Moderationstechniken soll jedoch eine gesonderte Veranstaltung durchgeführt bzw. besucht werden.

Modul 5 - Recht und Mediation in der Wirtschafts- und Arbeitswelt

  • Recht der Mediation (Rechtliche Rahmenbedingungen, RDG
  • Recht in der Mediation (Rolle des Rechts, Rolle des Parteianwalts, Besonderheiten der Abschlussvereinbarung)
  • Besonderheiten der Wirtschaftsmediation
  • Abgrenzung zum streitigen Verfahren und anderen Konfliktbeilegungsverfahren
  • Rollenspiele und Intervision

Modul 6 - Praxismodul
Im Verlauf des praxisorientierten Ausbildungsteils werden die in der Theorie erworbenen Kenntnisse vertieft und die Techniken der Mediation praktisch umgesetzt und erlebt.

Modul 7 - Spezialisierung Baumediation

  • Definition, Begriffe, Prinzipien und Besonderheiten beim Planen und Bauen.
  • Besonderheiten eines Mediationsverfahrens beim Planen und Bauen
  • Rechtliche Grundlagen bei der Baumediation/außergerichtlichen Streitlösungsverfahren.
  • Rollenspiele / Intervision zu Konflikten in den unterschiedlichsten Bereichen des Bauens

Modul 8 - Supervision
Die Supervision in einer kleinen Gruppe ausgebildeter Mediatorinnen und Mediatoren ermöglicht es, in einer strukturierten Form und vertraulicher Umgebung eigene Mediationsfälle, wie auch Mediationsfälle der anderen Teilnehmer/innen zu reflektieren und dabei neue Ideen und "Werkzeuge" für den konkreten Fall und für die eigene Praxis mitzunehmen. Daneben ermöglicht die Arbeit in der Supervision, die eigene Rolle und Haltung als Mediator/in zu festigen und das persönliche Profil weiter zu entwickeln.

Zulassungsvoraussetzungen

Für die Weiterbildung Baumediation sind keine berufsrechtlichen Zulassungsvoraussetzungen gegeben. Dennoch sollten Sie als Kursteilnehmer die Eigenschaft mitbringen, Konflikte außergerichtlich und unparteiisch lösen zu wollen. Diese Ausbildung steht somit allen Interessenten offen, die sich dieser Aufgabe stellen möchten, unabhängig von ihrer beruflichen Qualifikation. Gern beraten wir Sie in einem persönlichen Gespräch!

Kosten

Gesamtausbildung
Der Kursbeitrag i.H.v. 4.500 EUR umfasst alle Ihre Weiterbildung Baumediation betreffenden Leistungen (inkl. Studienmaterial, die Teilnahme an den Präsenzveranstaltungen, Prüfungsgebühren. Auf Wunsch bieten wir Ihnen eine Ratenzahlung an.

Schnupperkurs
Wir bieten Ihnen für unsere Weiterbildung Baumediation die Möglichkeit, das erste Modul zur Entscheidungsfindung einzeln als Schnupperkurs für 554 EUR zu buchen. Anschließend können Sie für sich entscheiden, ob Sie die Weiterbildung fortsetzen möchten. Dadurch erhöht sich für Sie die Flexibilität.

Zeitlicher Ablauf und Lehrformen

Insgesamt erwarten Sie in der Weiterbildung Baumediation 8 Module. Alle Module sind stark praxisorientiert. Der Abschluss der Module 1-5 erfolgt durch die Erarbeitung einer Einsendearbeit, das Modul 6 schließt mit einem Mediationsfall ab, der in allen Mediationsphasen praktisch umzusetzen ist. Modul 7 - Baumediation schließt mit der Aufgabe ab, einen eigenen bzw. in Co-Mediation begleiteten Mediationsfall durchzuführen. In Modul 8 führen Sie eine Supervision durch, indem Sie Ihren Fall noch einmal reflektieren, analysieren und ggf. anpassen.

Nach erfolgreicher Kursteilnahme und dem Bestehen der Einsendearbeiten und der Abschlussprüfung wird Ihnen von der Hochschule Wismar das Zertifikat zum/r Mediator/in mit der Spezialisierung Baumediation verliehen. Wurden einzelnde Module belegt, wird ein Zertifikat der Hochschule Wismar ausgestellt, welches Ihnen die erfolgreiche Teilnahme an dem entsprechenden Modul bestätigt. Unsere Weiterbildung kombiniert Vor-Ort-Präsenzveranstaltungen mit einem geringen Anteil an Selbstlernphasen.

Präsenzveranstaltungen
Die achtstündigen Präsenzveranstaltungen stellen die ergänzende seminaristische Aufarbeitung der in den Studienmaterialien vermittelten Inhalte dar. Die Kursgruppen mit max. 15 Teilnehmern geben die entsprechende Möglichkeit von Gruppen -und Projektarbeiten. In den Präsenzveranstaltungen werden Fragen erörtert und Problemfelder der einzelnen Module diskutiert und erarbeitet.

Selbstlernphase
Die von den Modulverantwortlichen erachteten Lehrmaterialien sind im Kursbeitrag enthalten. Hiermit möchten wir die örtliche und zeitliche Ungebundenheit Ihrer Weiterbildung sicherstellen.

Informationsmaterial

Hier können Sie kostenloses Informations­material zu diesem Lehrgang direkt vom Bildungsanbieter Hochschule Wismar - University of Applied Sciences: Technology, Business and Design anfordern. Die angegebenen Daten werden ausschließlich an diesen Bildungsanbieter übermittelt und selbstverständlich nicht an Dritte weiter gegeben.

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Die WINGS GmbH, das 2004 gegründete Tochterunternehmen der Hochschule Wismar, ermöglicht Berufstätigen auf dem ersten oder zweiten Bildungsweg ein Onlinestudium bzw. Fernstudium mit staatlichem Hochschulabschluss Bachelor, Diplom oder Master. Akademischer Träger ist die Hochschule Wismar - University of Applied Sciences: Technology, Business and Design. WINGS bietet spezialisierte Fernstudienangebote und Weiterbildungen von hoher akademischer Qualität, weitestgehend orts- und zeitunabhängig, führend im Service und in der Betreuung. WINGS bringt die berufsbegleitenden Bildungsangebote der Hochschule Wismar dorthin, wo sie nachgefragt werden. Die Fernstudierenden und Weiterbildungsteilnehmer können aktuell aus bis zu zwölf bundesweiten und drei internationalen Studienstandorten wählen.

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