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Hochschulzertifikat

Mediation im öffentlichen Bereich

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Lehrgang
Hochschule
12 Monate
berufsbegleitend

Der Lehrgang

Wird die Nutzung des öffentlichen Raumes verändert, ist dies oft Anlass für Konflikte an denen verschiedene Parteien wie Bürgerinnen und Bürger, politische Vertreter, Verbände, die öffentliche Verwaltung oder private Unternehmen beteiligt sein können. Klassische Beispiele sind etwa Infrastrukturprojekte wie die Standortfindung für Off-Shore Windparks, Erweiterungen bestehender Flughäfen oder Hafenanlagen sowie die Stadtentwicklung oder Programme der Abfallwirtschaft.

Mediation im öffentlichen Bereich ist, neben anderen partizipativen Verfahren wie Bürgergutachten, Stadt- und Verkehrsforen, Runde Tische, etc. eine institutionelle Ergänzung des bestehenden parlamentarisch-repräsentativen Systems. Sie soll die Blockaden der Akteure auflösen und für alle Interessensgruppen angemessene Vereinbahrungen herbeiführen.

Im Zuge der sich immer weiter entwickelnden Beteiligung von Bürgern bei der Realisierung von großen Infrastrukturprojekten, wird dieses Teilgebiet der Mediation immer wichtiger. In der Spezialisierung Mediation im öffentlichen Bereich - auch Großgruppenmediation genannt - werden insbesondere die mediativen Prozesse zwischen Bürgern und Bürgerinnen und den Vertretern staatlicher oder kommunaler Verwaltung behandelt.

Ausbildungsschwerpunkte

Modul 1 - Einführung und Grundlagen der Mediation
Das Modul "Einführung in die Mediation" richtet sich insbesondere an die Teilnehmer, die eine Ausbildung als Mediator anstreben, an Führungskräfte aus der Verwaltung, die sich über Einsatzmöglichkeit von Mediation in ihrem Verantwortungsbereich informieren möchten sowie an Jura-Studenten, zum Erwerb der nach der JAPrO vorgeschriebenen Kenntnisse im Bereich Mediation.

Modul 2 - Psychologie der Mediation, Persönliche Kompetenz und Rollenverständnis des Mediators
Mit dem Modul sollen den Teilnehmern die inneren Zusammenhänge und Mechanismen, die für die Entstehung und den Ablauf von Konflikten von Bedeutung sind, vermittelt werden. Dabei soll den Teilnehmer die Rolle des Mediators und seiner Interventionsmöglichkeiten bewusst werden und seine Stellung, insbesondere unter dem Aspekt der Neutralität, kritisch reflektieren.

Modul 3 - Kommunikation und Verhandeln
In diesem Abschnitt werden den Teilnehmern zunächst die Grundlagen der Kommunikation vermittelt. Darauf aufbauend sollen die Teilnehmer für die Besonderheiten der verbalen (mündlichen und schriftlichen) Kommunikation sensibilisiert werden. Die erworbenen Kenntnisse werden sodann in den größeren Zusammenhang der speziellen Kommunikationssituation des Verhandelns gestellt.

Modul 4 - Mehrparteienmediation und Umgang mit Macht
Bei der Arbeit mit Gruppen ergeben sich gegenüber den Zweipersonenkonflikten eine Vielzahl von Besonderheiten, die zum Teil eine besondere Betrachtung von Grundsätzen der Mediation (z.B. im Hinblick auf den Grundsatz der Vertraulichkeit) notwendig machen und vielfach den Einsatz von Techniken erforderlich machen, die in der Moderation entwickelt wurden. Zum Erlernen von Moderationstechniken soll jedoch eine gesonderte Veranstaltung durchgeführt bzw. besucht werden.

Modul 5 - Recht und Mediation in der Wirtschafts- und Arbeitswelt

  • Recht der Mediation (Rechtliche Rahmenbedingungen, RDG)
  • Recht in der Mediation (Rolle des Rechts, Rolle des Parteianwalts, Besonderheiten der Abschlussvereinbarung)
  • Besonderheiten der Wirtschaftsmediation
  • Abgrenzung zum streitigen Verfahren und anderen Konfliktbeilegungsverfahren
  • Rollenspiele und Intervision

Modul 6 - Praxismodul
Im Verlauf des praxisorientierten Ausbildungsteils werden die in der Theorie erworbenen Kenntnisse vertieft und die Techniken der Mediation praktisch umgesetzt und erlebt.

Modul 7 - Spezialisierung Mediation im öffentlichen Bereich

  • Definition, Begriffe, Prinzipien und Besonderheiten bei der Mediation im öffentlichen Bereich
  • Besonderheiten eines Mediationsverfahrens im öffentlichen Bereich, wie Phasen und Gestaltung des Verfahrens
  • Rechtliche Grundlagen bei der Mediation im öffentlichen Bereich
  • Rollenspiele / Intervision zu Konflikten im öffentlichen Bereich

Modul 8 - Supervision
Die Supervision in einer kleinen Gruppe ausgebildeter Mediatorinnen und Mediatoren ermöglicht es, in einer strukturierten Form und vertraulicher Umgebung eigene Mediationsfälle, wie auch Mediationsfälle der anderen Teilnehmer/innen zu reflektieren und dabei neue Ideen und "Werkzeuge" für den konkreten Fall und für die eigene Praxis mitzunehmen. Daneben ermöglicht die Arbeit in der Supervision, die eigene Rolle und Haltung als Mediator/in zu festigen und das persönliche Profil weiter zu entwickeln.

Zulassungsvoraussetzungen

Für die Weiterbildung Mediation im öffentlichen Bereich sind keine berufsrechtlichen Zulassungsvoraussetzungen gegeben. Dennoch sollten Sie als Kursteilnehmer die Eigenschaft mitbringen, Konflikte außergerichtlich und unparteiisch lösen zu wollen. Diese Ausbildung steht somit allen Interessenten offen, die sich dieser Aufgabe stellen möchten, unabhängig von ihrer beruflichen Qualifikation. Gern beraten wir Sie in einem persönlichen Gespräch!

Kosten

Gesamtausbildung
Der Kursbeitrag i.H.v. 4.500 EUR umfasst alle Ihre Weiterbildung Mediation im öffentlichen Bereich betreffenden Leistungen (inkl. Studienmaterial, die Teilnahme an den Präsenzveranstaltungen, Prüfungsgebühren. Auf Wunsch bieten wir Ihnen eine Ratenzahlung an.

Schnupperkurs
Wir bieten Ihnen für unsere Weiterbildung Mediation im öffentlichen Bereich die Möglichkeit, das erste Modul zur Entscheidungsfindung einzeln als Schnupperkurs für 554 EUR zu buchen. Anschließend können Sie für sich entscheiden, ob Sie die Weiterbildung fortsetzen möchten. Dadurch erhöht sich für Sie die Flexibilität.

Zeitlicher Ablauf und Lehrformen

Insgesamt erwarten Sie in der Weiterbildung Mediation im öffentlichen Bereich 8 Module. Alle Module sind stark praxisorientiert. Der Abschluss der Module 1-5 erfolgt durch die Erarbeitung einer Einsendearbeit, das Modul 6 schließt mit einem Mediationsfall ab, der in allen Mediationsphasen praktisch umzusetzen ist. Modul 7 - Mediation im öffentlichen Bereich schließt mit der Aufgabe ab, einen eigenen bzw. in Co-Mediation begleiteten Mediationsfall durchzuführen. In Modul 8 führen Sie eine Supervision durch, indem Sie Ihren Fall noch einmal reflektieren, analysieren und ggf. anpassen.

Nach erfolgreicher Kursteilnahme und dem Bestehen der Einsendearbeiten und der Abschlussprüfung wird Ihnen von der Hochschule Wismar das Zertifikat zum/r Mediator/in mit der Spezialisierung Mediation im öffentlichen Bereich verliehen. Wurden einzelnde Module belegt, wird ein Zertifikat der Hochschule Wismar ausgestellt, welches Ihnen die erfolgreiche Teilnahme an dem entsprechenden Modul bestätigt.

Unsere Weiterbildung kombiniert Vor-Ort-Präsenzveranstaltungen mit einem geringen Anteil an Selbstlernphasen.

Die achtstündigen Präsenzveranstaltungen stellen die ergänzende seminaristische Aufarbeitung der in den Studienmaterialien vermittelten Inhalte dar. Die Kursgruppen mit max. 15 Teilnehmern geben die entsprechende Möglichkeit von Gruppen -und Projektarbeiten. In den Präsenzveranstaltungen werden Fragen erörtert und Problemfelder der einzelnen Module diskutiert und erarbeitet.

Die von den Modulverantwortlichen erachteten Lehrmaterialien sind im Kursbeitrag enthalten. Hiermit möchten wir die örtliche und zeitliche Ungebundenheit Ihrer Weiterbildung sicherstellen.

Informationsmaterial

Hier können Sie kostenloses Informations­material zu diesem Lehrgang direkt vom Bildungsanbieter Hochschule Wismar - University of Applied Sciences: Technology, Business and Design anfordern. Die angegebenen Daten werden ausschließlich an diesen Bildungsanbieter übermittelt und selbstverständlich nicht an Dritte weiter gegeben.

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